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„Und nun“, sagte Idis feierlich, „werden wir das Ganze besiegeln.“ Sie erhob sich und ging zu einem Regal. Dort holte sie aus einer kleinen Schachtel, die ganz oben lag, einen Stab heraus, den sie nun beschwörend schwang.

„Es ist so etwas wie ein Zauberstab“, erklärte sie.

„Wirklich?“ Lena lachte. „Ich dachte, du könntest nicht zaubern!“

„Nein, nicht wirklich. Aber dieser Stab hat trotzdem magische Fähigkeiten, daher habe ich ihn aufgehoben. Für das Besiegeln von solch bedeutungsschweren Erkenntnissen wie deiner heute!“

Idis schwang noch einmal den Stab und lachte dabei.

„Lena, dieser Stab hat tatsächlich die Fähigkeit, Wünsche zu erfüllen. Nun, sagen wir so, wenn du jetzt einen Wunsch äußerst und der Stab ist aktiviert, dann wird dein Wunsch tatsächlich in Erfüllung gehen.“ Idis schwang den Stab und drehte sich dabei verspielt im Kreis herum.

„Wirklich? Das glaube ich einfach nicht. Das wäre ja einfach!“, sagte Lena skeptisch, „Dann könnten sich ja die wildesten Wünsche von jedem, der sich etwas bei dir wünscht, erfüllen!“

„Ja.“ Idis zuckte mit den Schultern und schaute auf den Stab. „Es ist wirklich so. Es gab da vor langer Zeit eine sehr mächtige Zauberin im Hohen Rat und ich hatte ihr in einer Notsituation einmal einen Gefallen getan. Ja, und da hat sie mir diesen Stab geschenkt.“

Lena wurde etwas nervös. „Aber was ist, wenn ich nun tatsächlich einen Wunsch habe und es ist der Falsche? Wird er dann auch erfüllt?“ fragte sie unsicher.

„Ja“, Idis lächelte, „Auch dann. Doch habe ich in all den Jahren die Erfahrung gemacht, dass an dieser Stelle nie der falsche Wunsch geäußert wurde. Kein einziges Mal.“ Und sie fügte hinzu, „Ich glaube, dass der Zauberstab auch nur in der Schachtel liegt, wenn der richtige Wunsch drauf und dran ist, geäußert zu werden. Denn es gab einmal einen Fall, da hatte ich eine Schülerin und als wir an dieser Stelle angekommen waren, ließ sich der Stab einfach nicht finden“, erklärte Idis. „Und ich glaube, dass sie einfach nicht den richtigen Wunsch hatte und der, den sie hatte, ihr wahrscheinlich geschadet hätte. Aber jedes andere Mal, lag der Zauberstab an seiner Stelle und die Wünsche erfüllten sich sofort.“

„Gut …“, sagte Lena und überlegte. „Ich weiß gar nicht, wie ich meinen Wunsch formulieren soll, aber ich weiß, wie er sich anfühlt.“

„Nun, es ist sehr wichtig, dass du deinen Wunsch sehr genau formulierst, denn er soll sich ja auch genauso, wie du es dir wünschst, erfüllen“, sagte Idis.

„Ja, das stimmt.“ Lena schaute etwas ratlos. „Ich weiß nicht genau … ich habe auch Angst, dass ich etwas vergessen könnte …“

„Gut, dann helfe ich dir dabei und wir schreiben alles genau auf, damit du den Wunsch korrekt aussprechen kannst“, bot Idis Lena an.

„Ja, wenn dies eine Möglichkeit ist?“ Lena schaute gespannt.

„Nun“, begann Idis nach etwas Überlegungszeit, „Was möchtest du in deinem restlichen Leben immer und immer wieder tun?“

Lenas Augen strahlten. „Menschen helfen, Lichtstaub zu sehen und ihnen bei ihren Veränderungen helfen. Dabei möchte ich ihnen ganz viele Ideen geben und diese auch aufschreiben. Und ich möchte ihnen durch die Kraft des Lichtstaubs helfen und durch die Weisheit von Papili. Und dann möchte ich ihnen dadurch helfen, dass ich ihnen mit all meinen zur Verfügung stehenden Mitteln zeige, dass sie ein Vogelküken haben, also ich meine die, die eins haben, und wie sie es befreien können. Obwohl ich meins ja noch gar nicht befreit habe“, meinte Lena nun etwas zweifelnd.

„Aber bald“, sagte Idis, und sie dachte, „Es ist jetzt nur noch eine Frage von Minuten“, und grinste Lena wissend an.

„Wirklich?“, fragte Lena und wurde ganz aufgeregt.

„Ja, aber nun weiter, zuerst noch die nächste Frage“, fuhr Idis fort. „Mit welchen Menschen fühlst du dich vollkommen wohl?“

„Mit Elina!“, schoss es aus Lena heraus und schon wieder musste Idis grinsen. „Und mit wem noch?“, fragte sie dann.

„Hm, mit dir und den anderen Vogelfrauen, die ich kennengelernt habe!“, antwortete Lena.

„Aha“, sagte Idis und schrieb alles feinsäuberlich auf.

„Und, was brauchst du, um völlig gesund zu sein?“, fragte sie dann.

Lena wusste plötzlich die Antwort, und ihr fiel auf, dass sie diese vor einigen Wochen noch nicht so gewusst hatte. „Ich brauche Lichtstaub, ich brauche die Vogelfrauen, ich brauche das, was ich immer und immer wieder tun möchte, die Kreative Veränderungsarbeit. Dann bin ich völlig gesund!“

Was kannst du am besten?“, fuhr Idis fort und war gespannt, ob Lena auch diese Antwort bereits wusste.

Lena überlegte und es überkam sie ein leichtes Zweifeln, aber dann sagte sie: „Dinge verändern und Veränderung wahrnehmen.“

„Ja, das ist wahr“, sagte Idis und war sehr froh, dass Lena diese Antwort so selbstbewusst parat gehabt hatte.

„Und wann fühlst du dich selbst wie kraftvoller Lichtstaub?“, fragte Idis weiter.

Lena überlegte, denn darüber hatte sie bisher noch gar nachgedacht. Aber dann fiel es ihr ein und sie antwortete: „Dann, wenn ich in die Lichtverbindung mit den Vogelfrauen gegangen bin.“

Idis nickte wissend. „Und von was fühlst du dich am meisten angezogen?“

Und Lena hörte sich automatisch sagen: „Vom bunten Haus und allem, was drin ist!“

Idis nickte und lächelte. „Lena wusste alle Antworten!“, dachte sie erfreut und kam dann mit ihrer letzten Frage.

„Wenn nun Abertausend kämpferische Klabuwees um dich herumstünden, und Menschen aus deiner Vergangenheit, die dich anschrien, dir böse Sachen sagten und so weiter, was bräuchtest du, damit all dies dir nichts ausmachte?“

Lena schaute überrascht auf und überlegte. „Hm, das ist schwierig.“

Aber dann rief sie schließlich: „Ich glaube, ich würde die Situation einfach verändern, denn das ist mein Potenzial!“

Und plötzlich erhob sie sich vor Aufregung von ihrem Stuhl und … machte in ihrer Begeisterung einen Schritt rückwärts … und im selben Augenblick rief sie: „Ich bin die Kreative Veränderin!“

In diesem Moment leuchtete der Zauberstab hell auf und das ganze Waldhaus erhellte sich augenblicklich. Die Fenster schlugen weit auf und das soeben noch kleine Haus nahm die Größe eines großen goldenen Palastes an. Der Tisch wurde zu einer langen goldenen Tafel und Lena verwandelte sich in diesem Augenblick in …

Elina!

Auf der Wiese im Tal der großen Vögel aber erhörte Sephora den Ruf, zum Waldhaus zu fliegen. Sie hob ihre Flügel zum Abschied und flog über den Turm der Veränderung und die übrige Landschaft zurück zu den beiden Frauen.

Als sie vor dem verwandelten Waldhaus landete, war sie größer, bunter und schöner denn je. Und dann löste sie sich in pures farbiges Licht auf, welches direkt hinein in Elinas Herz strömte, ihren ganzen Körper und ihr ganzes Sein!

„Die Vereinigung hat also geklappt!“, dachte Idis zufrieden, während sie das Schauspiel beobachtete.

„Piep!“, machte es da.

„Papili!“ Elina drehte sich um und Papili kam auf sie zugeflogen. „Oh, du bist ja etwas gewachsen! Und du hast buntere Federn bekommen!“

„Idis, schau mal, was mit Papili passiert ist!“, rief Elina freudig.

Idis lächelte und nahm Elina bei der Hand. „Und schau mal, was mit dir passiert ist … Komm mal mit“, Idis führte Elina vor einen großen Spiegel, der im neuen Palast stand und als Elina sich selbst erblickte, traute sie ihren Augen kaum, denn dort stand … Elina. Völlig verblüfft schaute sie an sich herunter und wieder in den Spiegel. Und da wurde ihr klar, was passiert war und plötzlich verstand sie alle Ereignisse und Unstimmigkeiten, die sie zuvor immer zweifeln lassen haben.

„Ich selbst bin Elina!“, rief sie und drehte sich zu Idis um und fragte, „Ist das wahr?“

„Ja!“, bestätigte Idis, „Du konntest es jedoch erst jetzt wahrnehmen, nachdem dein Herz durch den Zauber geöffnet wurde.“

Und Elina schaute sich im Palast um und fragte vorsichtig, „Bin ich jetzt in meinem eigenen Herzen?“

„Ja, das bist du. Das eigene Herz nimmt immer die Form an, die wir bereit sind, zu sehen. Da ich in die Herzen der Menschen zu sehen vermag, nehmen mich die Menschen in ihren Herzen wahr und ich kann ihnen helfen, ihr Herz von innen zu öffnen.“

„Und was ist mit Papili?“, wollte Elina wissen.

„Papili wohnt in deinem Herzen“, sagte Idis.

Elina nickte. „Ja, Papili wohnt in meinem Herzen und ich bin froh, dass es so ist.“

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Herzlichst, Anna Breitenöder
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