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Plötzlich stand Elina im bunten Haus vor dem Trainingsraum. Sie blinzelte verwirrt und sah sich um. Der Raum vor ihr war gefüllt mit Vogelfrauen und alle schnatterten durcheinander. Sie riefen sich gegenseitig etwas zu, tanzten auf der Stelle oder mit den anderen im Kreis.

„Wo bin ich?“, dachte Elina verwirrt. Sie war einfach so ohne Vorwarnung vom neuen Palast hier im bunten Haus gelandet. Da musste sie sich erst einmal orientieren.

Plötzlich stand Maya vor ihr. „Elina! Da bist du ja, wir haben dich doch schon mehrmals gerufen, aber du warst nicht zu erreichen …“

„Maya! Aber ich … komme gerade von Idis … die Verwandlung …“, stammelte Elina, aber Maya antwortete nur: „Elina, deine dritte Initiation, dein Ritual beginnt nun! Bitte komm, damit wir deine Reise abschließen können!“

„Aber … ist es denn gar nicht seltsam für Maya, dass ich mich verwandelt habe?“, fragte sich Elina, während sie der anderen Frau folgte, „Sie hätte doch erstaunt sein müssen … Und sie nennt mich so ohne Weiteres Elina und nicht Lena.“

Elina betrat hinter Maya den Trainingsraum, der wieder zu einem bunten Festsaal geworden war. Der Kreis der elf Seelenschwestern wartete bereits auf sie. Und sie, Elina, war nun die Zwölfte.

„Vogelfrauen! Ich bitte um eure Aufmerksamkeit!“, begann Maya, „Das letzte Ritual von Elina beginnt jetzt. Heute werden die zwölf Schwestern wieder vereint sein und damit ist unsere Führung komplett.“

Die Vogelfrauen wurden still und alle schauten gebannt auf den Kreis der Zwölf. Maya wandte sich an Elina und sagte: „Elina, tritt bitte in den Kreis. Du hast alle Prüfungen bestanden und deine wirkliche Form angenommen. Heute wirst du mit deiner wahren Berufung in den Kreis der Zwölf aufgenommen und bist von nun an Teil der Führung der Vogelfrauen.“

„Teil der Führung der Vogelfrauen?“, rief Elina völlig verwundert, „Aber ich habe doch noch gar nicht gedient …“ Elina spürte, wie sie daran zweifelte, dieser Position gerecht zu werden. Und es kam so überraschend. Es hatte sie ja noch nicht einmal jemand vorher darüber informiert.

Aber die Vogelfrauen schauten alle gebannt und wohlwollend auf sie. Langsam trat sie zwischen die anderen Frauen, um den ihr zugewiesenen Platz im Kreis der Zwölf einzunehmen.

„Die Zwölf ist die Veränderung“, gab Maya den Vogelfrauen feierlich zu verstehen. „Seit der zwölfte Platz frei wurde, gab es keine Veränderung mehr bei uns. Ihr alle wisst, wie sehr es uns mürbe und träge gemacht, und wie es auf die Menschen in unserem Umfeld abgefärbt hat. Wir waren Magierinnen, weise Frauen, hatten Balance, Liebe und Kraft, wussten zu herrschen und zu lehren. Wir hatten den Mut und die Hingabe, aber was uns gefehlt hat, war die Veränderung.“

Sie wandte sich mit einem milden Lächeln auf den Lippen zu Elina und sagte: „Elina, tritt hervor und teile uns deine wahre Bestimmung mit.“

Elina war aufgrund der vielen Vogelfrauen verunsichert. Sie spürte plötzlich, dass sie sich gar nicht traute, auszusprechen, was sie einige Augenblicke zuvor noch im Waldhaus laut herausgerufen hatte.

Doch dann nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und mit zittriger Stimme sprach sie zu den Frauen. „Ich bin die Kreative Veränderin. Das ist meine Bestimmung.“

Dann trat sie zurück in den Kreis der Zwölf. Und da verband ein Band aus reinem klaren Licht die zwölf Frauen. In ihrer Mitte, inmitten des Kreises erschien der Lichtball der Bestimmung.

„Nun, Elina, heute bekommst du dein Amulett“, verkündete Maya, und eine zierliche Frau mit tiefrotem Haar trat in die Mitte. Sie nahm den Lichtball in ihre Hände und formte mit einer Bewegung, die so elegant und fließend war, wie das Licht selbst, ein kleines Zeichen. Elina kannte dieses Zeichen. Es war jenes, welches sie als „Elina“ an Elinas Halskette gesehen hatte. Die zierliche Frau, Aranka, formte das Amulett in ihren Händen und übergab es schließlich Maya.

„Elina, du hast alle Prüfungen bestanden und deine Bestimmung erkannt. Du bist nun vollwertiges Mitglied des Kreises der Zwölf und nimmst den zwölften Platz, den Platz der Veränderung, ein. Hiermit übergebe ich dir dein Amulett, welches du nun immer tragen sollst. Es beschützt dich und gibt dir die Hingabe, die du brauchst, um die Kraft der Verwirklichung entstehen zu lassen.“ Maya verbeugte sich vor Elina und legte die Kette mit dem Zeichen um ihren Hals. Auch Elina verneigte sich vor Maya und dann vor dem Kreis der Zwölf.

„Ich nehme das Amulett dankbar an“, hörte sich Elina sagen und wunderte sich darüber, wie selbstverständlich ihr plötzlich alles vorkam. Und auch die anderen Frauen verneigten sich vor Elina.

„Nun, Frauen, lasst uns feiern, denn dazu gibt es wahrlich einen Grund!“, rief Maya in die Runde. Von draußen ertönte Musik, Gelächter kam unter den Frauen auf und es entstand viel, viel Lichtstaub. Die Frauen feierten und tanzten, lösten sich ab und an in schimmernde Wolken aus Licht auf, sangen, jauchzten und sprangen fröhlich in die Luft. So sehr freuten sich alle, dass der Kreis der Zwölf wieder vollständig war und die Veränderung ihren Platz eingenommen hatte.

Elina war richtig, richtig glücklich. Sie hatte sich noch nie so Zuhause gefühlt, wie bei diesen Frauen im bunten Haus. Und als Elina – die sie ja jetzt geworden war. Auch sie tanzte und sang, freute sich und jubelte mit den anderen bis in die frühen Morgenstunden.

Dann plötzlich, lösten sich alle Vogelfrauen in Lichtstaub auf und niemand außer Elina und Maya stand mehr im großen bunten Raum.

„Du musst nun langsam schlafen“, sagte Maya fürsorglich.

„Ja“. Elina schaute Maya müde an. „Ich habe seit langem nicht mehr geschlafen. Seit ich rückwärts durch die Tür getreten bin“, stellte Elina fest.

„Ja, das ist wahr. Komm“, Maya machte eine einladende Bewegung, die Elina bedeutete, mitzukommen, „Ich zeige dir dein Zimmer.“

Sie gingen in die zweite Etage hinauf und Maya erklärte: „Dies ist die Etage der Zwölf. Dein Zimmer liegt ganz hinten, da du die Zwölfte bist.“

Elina nickte und folgte Maya den langen Flur entlang, bis sie vor einer goldenen Tür standen, die ein goldenes Herz mit einem roten Vogel darin als Schild trug.

Maya öffnete die Tür. Der Raum war klein, aber in den Farben Rot und Gold gehalten, es befanden sich ein Himmelbett, ein Schreibtisch und verschiedene Schreibutensilien darin. Hinter dem Schreibtisch war ein hohes Fenster mit einem golden leuchtenden Vorhang davor. Sonst war alles weiß und licht. Der Ausblick ging auf den hinteren Garten hinaus, in welchem sie zum ersten Mal Lichtstaub gesehen hatte.

„Elina hatte mir den Lichtstaub gezeigt, aber nun bin ich ja selbst Elina …“, schoss es Elina durch den Kopf und sie war etwas verwirrt.

„Schlaf nun, alles weitere besprechen wir in einigen Stunden. Du wirst rechtzeitig aufwachen, denn dein Amulett steht nun in Verbindung mit allen anderen und dem bunten Haus“, erklärte Maya und fügte noch etwas beiläufig hinzu: „Welches übrigens ein intelligentes Wesen ist …“

„Wie meinst du das?“, fragte Elina überrascht.

„Du trägst ja Vivid um dich, richtig?“, fragte Maya.

Elina nickte skeptisch.

„Nun, und das bunte Haus ist so etwas wie Vivid, nur eben dichter und bunter. Ein Vivid für alle Vogelfrauen zusammen“, erwiderte Maya.

Obwohl Elina nicht ganz verstand, wie Maya dies meinte, hatte sie eine Ahnung und nickte.

„Wir sehen uns morgen!“ Maya ging durch die Tür, schaute noch einmal zu Elina und sagte liebevoll, „Erhole dich gut, du wirst es brauchen.“

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