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Der Wecker klingelte und Lena erwachte aus ihrem Traum. Es war Zeit aufzustehen und zu Elina Lenoire und der Colori GmbH zu fahren.

Die Schmerzen waren an diesem Morgen unerträglich. Dennoch zwang sich Lena aufzustehen und nahm gleich als Erstes eine Dosis Morphin. Zum Frühstücken hatte sie keine Zeit, sie musste ja schon in einer Dreiviertelstunde bei Frau Lenoire sein “um die neue Mitarbeiterin zu schulen”:

Als sie bei der angegebenen Adresse angekommen war, war sie völlig verdutzt. Hier gab es weit und breit kein Bürogebäude. Irgendwie war sie auch schon weit außerhalb der Stadt, mindestens zehn Kilometer vom Stadtausgang entfernt und vor ihr lag eine weite Hügellandschaft mit vereinzelten Bäumen. „Bestimmt habe ich mich verfahren!“, dachte sie und kramte in ihrer Handtasche, um den Zettel zu suchen, von welchem sie die Adresse in ihr Navi übertragen hatte. Als sie darauf schaute, konnte sie ihren Augen nicht glauben, denn plötzlich verschwand die Schrift mit der Adresse und veränderte sich zu einer Botschaft. Es stand da nun: “Erinnere dich an deine Entscheidung”.

„Habe ich dies kürzlich nicht schon einmal irgendwo gelesen?“, fragte sie sich, aber es fiel ihr nicht mehr ein. Nun erinnerte sie sich aber an ihre Entscheidung und sagte sich, “Ja, ich will Papili befreien!”

Und in diesem Augenblick veränderte sich die Außenumgebung und ein großes Gebäude tauchte wie aus dem Nichts vor Lena auf. Das Gebäude war von oben bis unten bunt, schief, und sehr kreativ gebaut. So etwas hatte Lena noch nie gesehen. Sie war fasziniert und verwundert zugleich. Aber dann entdeckte sie Elina Lenoire, die aus der Tür heraustrat und Lena entgegenkam.

„Frau Siegres! Ich darf Sie doch Lena nennen, oder? Kommen Sie herein, ach was, komm herein! Fühle dich willkommen und … nenne mich einfach Elina!“, sagte sie herzlich.

„Ich verstehe gar nichts mehr“, dachte Lena. „Idis hat wohl Recht gehabt, es handelt sich doch um einen anderen Plan, als der, eine neue Mitarbeiterin einzuarbeiten.“ Etwas skeptisch ging sie auf Elina zu, grüßte aber höflich. „Danke“, sagte sie und folgte Elina durch die verschnörkelte Tür, die mit einem Goldrahmen eingefasst war und beim Durchgehen leicht rötlich schimmerte. Dann gingen sie durch eine größere Eingangshalle und traten in einen von Sonnenlicht hell erleuchteten Raum, der einen sehr schönen gepflegten Holzboden hatte und große, von leichten, weißen Vorhängen umrahmte Fenster besaß.

„Dies ist unser Trainingsraum“, sagte Elina und breitete die Arme aus.

„Das alles hat etwas mit Idis zu tun, richtig?“, fragte Lena nun, da sie unbedingt Klarheit benötigte.

„Ja und nein, denn es war ja deine Entscheidung“, antwortete Elina geheimnisvoll. „Und um Papili zu befreien, brauchst du eben das Training, denn ohne Training ist es sehr schwer, zu dem Ort zu gelangen, wo es sich derzeit aufhält“, sagte sie bestimmt. „Es ist auch schwierig, die Verbindung zu deinem Küken weiterhin zu halten, selbst wenn du es bereits befreit haben wirst. Ich kenne niemanden, der es geschafft hat, ohne das Training sein Küken zu befreien. Naja, und dann sein Potenzial zu leben“, fügte sie hinzu und lächelte Lena an. „Lena, nun, da es eine Herzensentscheidung war, kommt dieses Training als unvermeidbare Konsequenz und als nächster Schritt in dein Leben. Das ist einfach so mit Herzensentscheidungen“, gab sie Lena zu verstehen.

Lena war sprachlos. „Erstens war diese Entscheidung bloß in einem Traum gefällt worden, und zweitens war dies hier die Realität und nicht der Traum“, dachte sie verwirrt. „Idis ist in meinem Traum gewesen, also wie um Himmels willen, weiß Elina von ihr und von meiner Herzensentscheidung?“, wunderte sie sich zutiefst. „Und dann der Vogelabdruck in meiner Hand. Dasselbe Zeichen war doch auch über der Eingangstür des Waldhauses“, meinte Lena sich zu erinnern. „Und jetzt“, dachte sie noch verwirrter, „bin ich hier bei Elina, und das während meiner Arbeitszeit. Also wie Idis es mir in meinem Traum gesagt hatte.“

Inzwischen lief Elina im Raum umher, holte Tee und bereitete den beiden einen gemütlichen Platz. Aber Lenas Gedanken schwirrten weiter. „Ich will doch meine Karriere vorantreiben … Aber selbst wenn ich jetzt zurück an meinen Arbeitsplatz gehe, dann …“, ihre Gedanken stockten. „Dies hier ist ja gerade mein Arbeitsplatz. Und scheinbar hat Herr Leonhardt dies unbedingt so gewollt. Nur – dies hier ist keine Arbeit, denn ich soll ja ein Training bekommen. Und es hat auch gar nichts mit meiner Arbeit zu tun, also auch nichts mit einer sinnvollen Weiterbildung“, dachte Lena und stellte dann fassungslos fest: „sondern mit einem Vogelküken!“

Elina schaute Lena etwas ungeduldig an und sagte schließlich: „Lena, mach dir bitte nicht so viele Gedanken, es ist schon alles in Ordnung so. Du hast dich ja auch nur für die Reisevorbereitungen entschieden. Danach darfst du dich immer noch umentscheiden, solltest du es dir anders überlegen …“ Und damit war das Thema für Elina erledigt.

„Ok gut, ja, ich will es ja auch so, es ist nur …“, meinte Lena und ließ den Rest des Satzes unausgesprochen. Aber Elina sagte nur: „Lena, lass uns jetzt einfach beginnen. So viel Zeit haben wir dann auch wieder nicht“.

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Herzlichst, Anna Breitenöder
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