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...made with in Leipzig...

„Nun gut. Ich habe also keine Verpflichtungen mehr an die Firma“, sagte Elina zu sich selbst. „Ich habe genug Geld, um eine ganze Weile überleben zu können. Also mache ich jetzt meine Arbeit!“

In diesem Moment spürte sie ein Flattern in ihrem Herzen und Papili piepte ganz aufgeregt, „Ja, Elina, jetzt bist du endlich wieder auf dem richtigen Weg. Weißt du, warum du das bunte Haus nicht gefunden hast?“

Elina schaute verdutzt. „Nein … Wieso? Weißt du es, Papili?“

„Ja! Dass du da selbst noch nicht draufgekommen bist…!“, piepte es aufgeregt. Und dann noch aufgeregter, „Du musst es doch erst bauen!“ Das Flattern wurde jetzt ganz wild und Papili schien einen kleinen Freudentanz aufzuführen…

„Erbauen? Erschaffen?“, fragte sich Elina und fragte dann plötzlich ganz aufgeregt, „Ist das bunte Haus denn das Haus der Magischen Entfaltung?“, denn sie erinnerte sich plötzlich an ihren Traum. „Ja! Jetzt macht alles Sinn! Das bunte Haus ist das Haus der Magischen Entfaltung! Dennoch – ich war doch schon im bunten Haus und zwar nicht in meinem Traum, deshalb hätte es doch da sein müssen“, dachte sie und runzelte die Stirn.

Aber dann fiel ihr wieder ein, dass sie ja dann auch sich selbst im bunten Haus begegnet sein musste. Denn sie selbst war ja Elina!

„Aber Elina kann doch erst aus dem Haus treten, wenn es erbaut worden ist.“ Nein, hier kam sie gedanklich nicht weiter.

„Gut“, sagte sie schließlich zu sich selbst. „Ich werde das bunte Haus erbauen und es zum Haus der Magischen Entfaltung machen. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber… ich werde es erbauen. Und dann werde ich selbst aus dem Haus treten. Ja, so wird es sein.“

Erschöpft, aber voller Vorfreude, sank sie wieder in die Rücklehne ihres Sessels.

Da kam ihr in den Sinn, dass sie ja noch einmal auf die Wolkentreppe gehen könnte. So ganz in ihrer Fantasie. Vielleicht würde die Treppe ihr eine Lösung schenken?

Wie sie es gelernt hatte, konzentrierte sie sich sogleich auf ihren Atem, hielt die Klabuwees an, ging in die Herzverbindung und weitete ihr Herz. Automatisch ging sie in die Lichtverbindung mit den Vogelfrauen und plötzlich stockte ihr fast der Atem, denn sie empfing tatsächlich die Signale der anderen Vogelfrauen. Trotz ihrer Überraschung hielt sie die Lichtverbindung aufrecht und hörte plötzlich, wie Idis sagte: „Willkommen Elina, im Kreis der Zwölf. Nun hast du den Zugang zu uns wirklich für immer gefunden, nun kannst du jederzeit mit uns in Verbindung treten.“

„Aber wie ist das möglich?“, dachte Elina und sie fragte unsicher, „Idis? Hörst du mich?“

„Ja, Elina, ich höre dich ganz klar“, empfing sie wieder Idis‘ Stimme.

Elina war erleichtert, verwundert und aufgeregt zugleich. Das war einfach unglaublich, dass sie mit Idis sprechen konnte und gleichzeitig kam ihr alles so vertraut vor.

„Idis, ich war beim bunten Haus und es war verschwunden“, begann sie.

„Ja, Elina, du darfst es erschaffen und es zu deinem Haus der Magischen Entfaltung verändern“, erwiderte Idis.

„Das hat Papili auch schon gesagt. Aber wie erschaffe ich es denn? Ich habe doch noch nie ein Haus gebaut!“ Elina war ratlos. Aber Idis entgegnete ganz einfach: „Indem du es tust, Elina.“

Elina schüttelte den Kopf. „Aber ich kann doch nicht…“ In diesem Moment spürte sie, wie ihr Widerstand die Lichtverbindung schwächte und sie besann sich auf eine andere Frage. „Idis, wie kann ich es erschaffen?“, fragte sie.

„Das ist schon eine viel sinnvollere Frage“, sagte Idis nun sichtlich erfreut. „Finde Zara. Sie trägt eine rote Feder im Haar und wird dir behilflich sein.“

Elina erstarrte. „Zara! Die Frau mit der roten Feder!“, rief sie, als sie sich an die Begegnung erinnerte. „Idis?“ Aber die Verbindung war abgerissen.

Elina hatte nun jedoch eine konkrete Aufgabe. Es galt also die Frau mit der roten Feder zu finden. Aber wie? Das waren alles so unüberwindlich erscheinende Hindernisse. Da fiel ihr Papili wieder ein und sie wandte sich an ihr Herz. „Papili, weißt du denn vielleicht, wie ich Zara finden kann?“

„Piep!“, kam es da wieder aus ihrem Herzen. „Wo würdest du sie denn am ehesten suchen?“

Elina überlegte. Zara war ja die Erbauerin des Turms der Veränderung. Möglicherweise war sie Architektin …

Also stand sie auf und schaltete ihren Computer an. Im Browserfenster gab sie in die Suchmaschine „Zara Architektin” ein. Aber unter diesen Suchwörtern konnte sie nichts finden. Sie wusste ja noch nicht einmal, wie Zara mit Nachnamen hieß und ob Zara überhaupt ihr richtiger Name war. Dann versuchte sie etwas anderes und gab “Architekten Neustadt” ein. Und tatsächlich gab es eine Auflistung aller Architekten der Stadt und Elina schaute sich alle Webseiten der dort aufgelisteten Architekten an.

Aber auch hier: Nichts. Elina war ratlos.

„Wie kann ich nur an Zara herankommen? Idis hat mir aufgetragen, Zara zu kontaktieren, also muss es ja sicherlich möglich sein“, murmelte sie vor sich hin.

Da kam ihr eine Idee. Sie gab ein “Vogelfrau rote Feder” und sofort landete sie auf einer Webseite, welche den Namen Rotefeder trug. Elina schaute sofort ins Impressum der Seite und lächelte zufrieden. Dort stand Zara Merino. „Treffer! Ich habe sie gefunden.“

Gleich darauf wählte sie ganz aufgeregt die Nummer, die auf der Seite stand und konnte es kaum erwarten, mit Zara zu sprechen. Doch während sie darauf wartete, dass jemand abnahm, dachte sie sich: „Eigentlich ist das doch alles vollkommen verrückt. Ich rufe eine Frau an, die in meinem Traum erschienen war …“

„Zara Merino?“, erklang da eine Stimme am anderen Ende der Leitung.

„Zara? Hier ist Elina, Elina Siegres“, sagte Elina aufgeregt.

„Wer ist da? Elina Siegres? Kennen wir uns?“, fragte die Stimme am anderen Ende etwas wirsch.

„Aber…“, sagte Elina, doch plötzlich fehlten ihr einfach die Worte, weil sie nicht wusste, wie sie sich erklären sollte. Die Geschichte war ja insgesamt absurd und wie sollte sie dies einer wildfremden Frau erklären?

Da hörte sich Elina plötzlich sagen: „Elina, die Vogelfrau.“

Am anderen Ende wurde es still. Doch dann veränderte sich die Stimme etwas und Zara Merino fragte zögernd: „Elina?“

„Ja. Elina, genau! Ich, ach, es ist so seltsam. Ich kann doch mit niemandem darüber sprechen, es war ja alles ein Traum, aber …“, stammelte Elina.

„Elina …“ Zara klang etwas sehr perplex. „Ich hatte auch diesen Traum!“, sagte sie dann ganz unverhofft.

Und plötzlich wurde ihre Stimme lebhafter und etwas aufgeregt. „Dann… kennst du auch Idis?“, fragte sie noch etwas unsicher aber sichtlich aufgeregt.

„Ja!“ Elina merkte, wie ihr Herz nun zu beben begann und ihr etwas innerlich sagte, dass sie jetzt, ja genau jetzt den Beginn ihres wundervollen neuen Lebens erlebte. Jetzt begann es!

„Ja! Idis, war, nein, sie ist meine Lehrerin, nein, jetzt ist sie ja im Kreis der Zwölf, so wie ich auch und wie du…“ Es war immer noch schwer, die richtigen Worte für die ganze Situation zu finden.

„Das ist nicht möglich!“, rief Zara aus, aber war dann wieder kurz still, so als ob sie nach Luft schnappte. „Ich kann das einfach nicht begreifen, das ist so phantastisch, also eigentlich völlig unrealistisch! Wie heißt du nochmal, sagtest du? Elina? Ja, ich erinnere mich leicht, du kamst in meinem Traum auch vor und bist auf einen Turm der Veränderung emporgestiegen, den ich erbaut hatte.“

Elina wurde wieder etwas unsicher und überlegte, „Glaubt Zara denn, dass dies alles nur ein Traum war?“

„Zara“, begann Elina vorsichtig, „Wollen wir uns vielleicht einmal treffen und alles in Ruhe besprechen?“

Doch Zara zögerte. Sie war eine von Natur aus misstrauische Person und hatte ihren Traum als einen Traum abgetan. Aber auch sie war lange sehr krank gewesen und hatte während dieser Phase immer wieder diese Träume gehabt. Und dann hatte sie ihr Architekturstudium begonnen und angefangen, kunstvolle Häuser zu bauen. Ihr Markenzeichen war die rote Feder, doch hatte sie nie daran geglaubt, tatsächlich einmal Menschen aus ihrem Traum zu treffen, denn sie hatte ihre Träume als Inspiration für ihr weiteres Tun verstanden. Und jetzt war das passiert: Elina.

„Ja, es ist Elina, die Kreative Veränderin …“, dachte Zara lächelnd. „Angenommen, dies ist alles weit mehr als ein Traum, stehst du noch in Verbindung mit Idis?“

Elina schöpfte Hoffnung. „Nun, ja, ich habe sie über eine Lichtverbindung gerade sprechen können, nein, hm, ich konnte ihre Gedanken hören …“

„Gut, nehmen wir an, das ist alles wahr, was du sagst. Was hat Idis dir gesagt?“, fragte Zara weiter.

„Sie sagte, dass ich dich finden soll, denn du könntest mir beim Erbauen des bunten Hauses behilflich sein.“ Elina konnte kaum atmen, so aufgeregt war sie.

Aber dann antwortete Zara begeistert, „Und ob ich das kann! Das ist meine Bestimmung. Ich baue bunte Häuser!“

Elina fiel ein Stein vom Herzen. Dies war nun definitiv kein Traum mehr. Dies passierte wirklich. Zur Sicherheit zwickte sie sich ganz fest in den Arm, aber ja, es zwickte. Und wie!

Sie lachte erleichtert auf.

„Wieso lachst du?“, fragte Zara am anderen Ende der Leitung.

„Nun, ich bin so erleichtert, dass es kein Traum ist. Ich habe mich gerade selbst in den Arm gezwickt und es hat wirklich sehr wehgetan“, gab Elina lachend zu.

„Aber wieso sollte es ein Traum sein? Ich baue schon sehr lange bunte Häuser. Seit ich die vielen Träume von Idis hatte und sie mir jede Nacht beibrachte, was ich zu tun habe… Und am Schluss erkannte ich, dass ich die Erbauerin bunter Häuser bin.“ Zaras Stimme hatte mittlerweile eine solche Begeisterung angenommen, dass Elina richtig mitgerissen wurde.

„Aber wie kann es sein, dass es das bunte Haus auf der Wiese südlich unsere Stadt noch nicht gibt, und ich es bereits genau gesehen habe?“, wunderte sich Elina laut.

„Welches bunte Haus?“, fragte Zara neugierig.

„Na, ein Stück weit außerhalb. Die meisten Dinge in meinem Traum spielten sich in diesem Haus ab, und auch zuvor, denn es schien mir, als hätte ich es bereits tatsächlich gesehen und sogar betreten. Als wäre ich wirklich dort gewesen! Und im Traum warst du ja auch dort!“ Elina klang hinsichtlich dieses Problems immer noch sehr ratlos.

Zara überlegte einen Augenblick. „Naja, so genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern.“

„Doch! Weißt du es nicht mehr? All meine Rituale fanden dort statt!“, sagte Elina vehement. „Du warst doch auch dabei!“

Zara kramte in ihren Erinnerungen. „Ich erinnere mich an eine Sache, die damals passiert war. Du warst mit uns im bunten Haus, Elina, ja, es stimmt, wir feierten deine Rituale, aber ich erinnere mich nicht mehr so sehr an die Rituale. Aber es gab da eine Sache, die allerdings schon sehr weit zurückliegt.“ Zara holte tief Luft.

„An dem Tag, an welchem du in deine Welt zurückgegangen warst, stand Idis danach auf und fragte uns, ob wir eigentlich wüssten, wo wir uns gerade befänden. Und alle sagten, na im bunten Haus … Aber Idis zwinkerte uns zu und sagte nur, ‚Das ist, was ihr denkt…‘ aber weiter sagte sie nichts.“

Nun war es still in der Leitung und es schien, als ob Zara wieder überlegte. „Ich weiß jedoch noch, dass jedes Mal, als du rückwärtsgegangen warst, das bunte Haus sich etwas zurück verwandelt hatte. Es änderte seine Farbe und seine Form und möglicherweise, und das ist nun eine bloße Vermutung, hat es sich bei einem deiner letzten Rückwärtsgehaktionen aufgelöst. Das hatte mir Idis einmal erklärt. Jedes Mal, wenn du rückwärtsgegangen warst, wurde die Zeit für Elina im bunten Haus zurückgedreht. Womöglich auch für das bunte Haus selbst. Da Lena aber dann irgendwann verschwunden war und du dich in eine neue Elina verwandelt hattest, hätte es sein können, dass das bunte Haus nicht mehr da war, als du zu uns in den Kreis kamst, da es erst von dir erbaut werden musste. Elina, ich weiß es nicht, jedoch habe ich fast das Gefühl, dass es sich so zugetragen hat.“

Elina war einen Moment sprachlos, bevor sie ihre Stimme wiederfand. „Kann das denn wirklich sein? Aber kann das Haus, welches ich zuvor tatsächlich vor mir gesehen, ja sogar betreten habe, so einfach wie vom Erdboden verschluckt worden sein?“

„Soll ich dir die Stelle, an der ich denke, dass das Haus stand, einmal zeigen?“, fragte Elina da plötzlich.

„Ja, das würde mich schon sehr interessieren“, meinte Zara und schlug vor, „Ich hätte sogar gleich Zeit!“

„Ich habe aber kein Auto mehr“, warf Elina ein.

„Das ist kein Problem, ich hole dich ab. Ich bin in einer halben Stunde da“, bot Zara an und die beiden Frauen beendeten voller Vorfreude das Gespräch.

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