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Kaum war Elina eingeschlafen, da hörte sie einen fernen Ruf und erwachte noch völlig schlaftrunken. Das Rufen kam aus ihrem Amulett und sie erinnerte sich, was Maya ihr gesagt hatte. Pflichtbewusst stand sie auf und machte sich zurecht.

Dann folgte sie dem Rufen hinaus aus ihrem Zimmer. Sie wurde von ihm zum Anfang des Flurs geleitet und dann in einen der größeren Räume, die auf der anderen Seite des Treppenaufgangs lagen.

Alle elf Seelenschwestern waren bereits da und wirkten überaus munter und frisch.

„Wie können sie so ausgeschlafen sein und ich nicht?“, fragte sich Elina und betrachtete die anderen Frauen bewundernd.

Maya erhob sich und lud sie ein, zu den anderen zu kommen. „Guten Morgen, Elina, komm zu uns in den Kreis! Heute wirst du deine erste Aufgabe als Kreative Veränderin bekommen. Und … von nun an stehst auch du in Verbindung mit uns und sollten wir deine Hilfe benötigen, wirst auch du nun unseren Ruf empfangen. Ab heute bist du verpflichtet, uns mit all deinen Kräften beizustehen.“

Elina erinnerte sich an die Wolkentreppe und wie sie die Beine der kranken Lena mit Hilfe der Kraft der Vogelfrauen geheilt hatte. „Ja, ich werde mein Bestes für euch geben.“

Idis erhob sich und wandte sich an Elina. „Ich habe eine neue Schülerin für dich. Sie hat sich entschieden, ihr Vogelküken zu retten und braucht Unterweisung in der Kunst der Lichtverbindung, der GWoft-Technik und den anderen Vorbereitungen, die sie für ihre Reise benötigen wird. Bitte achtet alle darauf, dass sie nicht rückwärtsgehen wird. Es hält uns alle in unserem Tun auf, welches wir verpflichtet sind, der Welt zu geben!“

Die Frauen nickten, nur Elina fühlte sich etwas schuldig, denn sie erinnerte sich, dass sie ja auch rückwärtsgegangen war. Da aber fiel ihr auf, dass sie gar nicht genau wusste, warum das Rückwärtsgehen nun eigentlich die Frauen in ihrem Tun aufhielt und fragte Idis direkt danach. „Was ist denn so schlimm daran?“

Die Frauen schauten sie unsicher an. Es war schließlich Maya, die aufstand und zu ihr kam. „Elina, du warst schon einmal Elina. Jedoch hast du dich als kleines Mädchen in dein Herz zurückgezogen, was so viel ist, wie sehr viele Schritte rückwärtszugehen. Elina lebte damals im bunten Haus und war die Zwölfte in unserem Kreis. Sie führte die Vogelfrauen bereits seit vielen Jahren und hatte sich Vertrauen und Loyalität unter ihnen geschaffen. Sie hatte eine unersetzbare Funktion im bunten Haus.“ Maya schaute in die Runde und fuhr fort. „Dann kam der Moment des Rückzugs und Elina wurde zu Lena. Wir alle standen in Kontakt zu ihr und beobachteten sie, wie sie heranwuchs. Jedoch konnten wir sie nicht mehr erreichen, da sie damals all ihre Kräfte in sich begraben hatte, als ob sie schliefen …“

Elina hörte aufmerksam und etwas betroffen zu. „Erzählt Maya da nicht meine eigene Geschichte?“, fragte sie sich.

„Eines Tages wurde Lena aufgrund ihrer Kraftlosigkeit sehr krank. Es geschah sehr plötzlich und wir alle waren in großer Sorge um sie, da wir mit dieser Plötzlichkeit nicht gerechnet hatten. Immer wieder schickten wir ihr Bücher, die ihr helfen sollten, ihre in ihrem Herzen eingeschlossenen Kräfte wieder aufzuwecken, jedoch haben wir es nicht geschafft.“ Maya machte ein etwas trauriges Gesicht, aber erzählte dann weiter, „Doch dann wurde die Mauer, die sich um ihr Herz gelegt hatte, während der Krankheit immer dünner und sie konnte eines Tages ihr Küken hören, welches während all der Jahre unaufhörlich nach ihr gerufen hatte. Es war Papili.“

Elina merkte, wie ihr Tränen in die Augen traten. Gerührt von Mayas Erzählung, nickte sie zustimmend.

 „Und so gelangte Lena in das Waldhaus, in ihr eigenes Herz. Idis konnte sich in Lenas Herz einfühlen und ihr auf diese Weise helfen, ihr eigenes Herz zu sehen.“

„Der neue Palast!“, platzte es da auf einmal aus Elina heraus.

„Ja! Golden und schön, weitläufig und strahlend!“, sagte Idis da und Maya nickte anerkennend. „Die Elina, die dich unterrichtet hatte, war eine Lichterscheinung, sie bestand aus unser aller Lichtströmen. Sie war aus unserem Licht geformt, doch die Form bekam sie aus deinem zukünftigen Selbst, die wir durch die Gabe von Ventura erfühlen konnten, denn sie kann ja in die Zukunft sehen. So konnten wir Elina als Lichtgestalt formen und Elina wiederum konnte Lena in deren zukünftigen Gabe unterrichten, da diese ja bereits ihr zukünftiges Potenzial in sich trug. Jedoch machte Lena während ihrer Reise immer einmal wieder Schritte rückwärts. Und in diesen Momenten wurde ihre Zukunft immer wieder leicht verändert – nur Elina konnte dies durch die Kraft unseres Kreises wieder verändern.“

Elina schüttelte ungläubig den Kopf. „Das ist ja … als ob ich mich selbst unterrichtet hätte!“, rief sie sichtlich erstaunt.

„Ja, so könnte man das sagen“, lachte Maya. „Es war nicht sicher, ob du es wieder bis in unseren Kreis schaffen würdest. Ja, und niemand hatte damit gerechnet, dass du als kleines Mädchen diesen Schritt rückwärts machen würdest.“

Elina nickte und fragte dann: „War es denn schon immer meine Bestimmung, wieder in euren Kreis zu gelangen?“

„Ja! So war es“, sagte nun Zara. „Der Kreis wartet schon sehr lange auf die Zwölfte, denn es hatte sich bisher nie wieder eine Vogelfrau gefunden, die diesen Platz einnehmen konnte. Letztendlich gehört jeder Platz zu einer bestimmten Vogelfrau. Und wenn sie sich zurückzieht, bleibt er leer. Wir wussten das ja auch. Aber dennoch hofften wir. Die Veränderung fehlte uns sehr.“

„Ich habe immer gespürt, dass es einen Platz für mich gibt. Jedoch konnte ich mich nicht mehr daran erinnern“, stimmte Elina zu. „Dennoch habe ich es immer gespürt, weit in der Ferne war es. Mein ganzes bisheriges Leben lang hat mich eine bestimmte Sehnsucht begleitet und jetzt weiß ich, dass sie hier ist. Genau hier. Ich spüre sie nicht mehr. Ich fühle mich nicht mehr weggezogen. Ich fühle, dass sie immer von hier aus gerufen hat.“ Aus Elinas Augen kullerten nun Tränen der Freude und Dankbarkeit. Sie konnte nichts mehr sagen, so berührt war sie von all dem, was geschah.

„Elina“, sagte nun Idis und erhob sich. „Dies ist zwar der Ort, von dem aus deine Sehnsucht dich gerufen hat. Doch kannst du sie hier nicht leben …“

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