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„Heute ist der Tag deiner zweiten Initiation“, begrüßte Elina am nächsten Morgen Lena freudig.

Lena hatte ein kleines Zimmer in der ersten Etage zugewiesen bekommen und dort die ganze Nacht traumlos in einem großen weichen Bett geschlafen.

„Guten Morgen, Elina“, sagte Lena noch ganz verschlafen. „Eine zweite Initiation?“

„Ja, heute wirst du, früher als geplant, in den Kreis der Vogelfrauen aufgenommen. Denn du hast uns allen bewiesen, dass du zu uns gehörst. Maya, hat beschlossen, bei dir eine Ausnahme zu machen, denn du wirst eine wichtige Aufgabe haben, für die es notwendig ist, schon früher in unseren Kreis aufgenommen zu werden!“, erklärte Elina. „Nun komm mit. Ich zeige dir, wie du dich auf das Ritual vorbereitest, indem du heute den ganzen Tag in die Lichtverbindung gehst.“

„Den ganzen Tag?“ Lena war geschockt. „Nein, das schaffe ich niemals!“, rief sie.

„Doch“, gab Elina zurück, „Du schaffst es, ich weiß, dass du es schaffst. Ich habe es ja auch geschafft! Ich zeige dir nun, wo du dich vorbereiten darfst. Bitte zieh heute dazu dein Seelenkleid an, denn es wird es dir viel leichter machen, deine Konzentration zu halten. Du wirst bei deiner Vorbereitung Verbindung zu den Vogelfrauen aufnehmen“, wies Elina Lena an.

Lena nahm das Seelenkleid von Elina und staunte. „Heute ist es golden! Aber letztes Mal war es doch noch rot?“, fragte sie verwundert.

„Deine Seele ist gereift. Und dein Kleid reift immer mit deiner Seele mit, also hat es auch eine andere Farbe angenommen und sogar eine andere Form!“, erklärte Elina da.

Jetzt sah Lena, dass es nicht mehr nur aus einem einfachen Stoff gemacht war, sondern aus mehreren Lagen bestand, die abwechselnd leuchteten und so immer durch die anderen Lagen hindurchschienen. Sie streifte es über und fühlte sich plötzlich auf sonderbare Weise mit den anderen Vogelfrauen über die Lichtverbindung verbunden.

„Aber ich habe doch noch gar nichts getan“, staunte Lena, „und die Lichtverbindung mit den anderen Vogelfrauen ist bereits da!“

„Ja“, Elina lächelte, „Das Seelenkleid zeigt nur, was in deinem Inneren bereits geschehen ist. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass wir dich heute in unseren Kreis mit aufnehmen werden, obwohl es üblicherweise erst nach der dritten Etappe deiner Reise geplant war.“

„Und wie geht es jetzt weiter?“, wollte Lena wissen.

„Nun begibst du dich hier in deine Übungshaltung und in die Lichtverbindung mit den Vogelfrauen“, erklärte Elina. „Und da du ja bereits in der Lichtverbindung bist, ist es nicht sonderlich schwierig, jedoch ist nun deine Aufgabe, diese Lichtverbindung einfach nur zu beobachten.“

Lena verstand. „Ich soll die Verbindung nicht mehr bloß herstellen, sondern nun mit ihr arbeiten?“

„Ja, genau“, staunte Elina, „Wie hast du das so schnell herausbekommen?“

„Ich weiß es nicht, ich wusste es plötzlich. Der Gedanke kam aus deiner Richtung, aber er kam auch aus mir selbst, ich weiß nicht, wie es geschehen ist“, sagte Lena etwas verblüfft. Kaum hatte sie das gesagt, bemerkte sie, dass Elina kurz erschrak. Und wieder hatte sie dieses seltsame Gefühl, als ob Elina ein Geheimnis vor ihr hatte.

„Ja, du hast Recht, du sollst heute mit der Verbindung arbeiten! Und deine Aufgabe ist es, herauszufinden, welche der Frauen deine wahren Seelenschwestern sind. Denn sie erwarten dich bereits…“, antwortete Elina zögerlich.

Lena begab sich in die Lichtverbindung und begann zu beobachten.

Da sah sie als Allererstes eine kleine zierliche Frau, die ein grünes Kleid trug. Die Erscheinung trat ganz klar vor ihr inneres Auge und plötzlich wusste Lena, dass die Frau Carmine hieß und dass sie eine Wandlungstrainerin für Tiere war. „Für Tiere?“, dachte Lena, „Das klingt ja interessant!“ Dann durfte Lena Carmine bei der Arbeit zusehen. Sie sah, wie Carmine mit einer Katze sprach, die zuvor nichts mehr gefressen hatte und Lena konnte hören, wie die Katze zu Carmine sagte, dass sie traurig war, denn ihre Jungen waren ihr weggenommen worden. Da sagte Carmine sanft, dass ihre Jungen ganz froh und glücklich waren und bestreute das Herz der Katze mit Silberstaub. Und augenblicklich begann die Katze wieder zu fressen. Lena aber bemerkte, dass Carmines Seelenkleid sich plötzlich mit Lenas Seelenkleid verband, bis beide Stoffe jeweils etwas von der Anderen bekommen hatten. So gab es an Lenas goldenem Kleid nun eine kleine grüne Stelle am Saum und an Carmines grünem Kleid eine goldene.

Aber so plötzlich Carmine erschienen war, verschwand sie nun auch wieder und eine andere Frau kam in Lenas Bewusstsein. Die grüne Stelle in Lenas Kleid blieb jedoch.

Die Frau, die jetzt in Lenas Bewusstsein kam, war eine kleinere noch zierlichere Frau, welche ein helles lindgrünes Kleid trug, das immer wieder komplett weiß wurde. Plötzlich hörte sie deren Stimme: „Ich bin Zara und baue die Türme der Veränderung.“

 „Du baust die Türme der Veränderung?“ dachte Lena.

„Ja“, erwiderte Zara, „Ich baue sie aus Licht, aber sie verfestigen sich so, dass ihr alle darauf gehen könnt.“

„Gibt es denn mehrere solcher Türme?“, fragte Lena in Gedanken.

„Ja, jede von euch hat einen!“ Zara lachte.

Lena überlegte. Denn auf dem Turm, den sie gesehen hatte, waren ja Elina und sie selbst zu sehen gewesen, und sie schlussfolgerte: „Also laufen wir alle gegenseitig auf unseren Türmen herum?“

„Das kommt darauf an“, sagte Zara und Lena merkte, wie Zara nun langsam transparenter wurde. Nur der grünliche Schimmer ihres Seelenkleides verband sich mit Lenas Kleid, und auch als Zara völlig verblasst war, blieben die grünlichen Schimmer zurück …

Danach kam eine andere Frau in Lenas Bewusstsein, diese war in Lenas Größe und hatte ein roséfarbenes Seelenkleid an, jedoch entdeckte Lena, dass dieses mit zarten Rosen durchwoben war. „Amrei“, wusste Lena plötzlich, „Sie ist Geschichtenerzählerin, sie bringt die Menschen zum Träumen“, empfing Lena und es flogen unzählige kleine zarte Rosen hin zu Lena und verbanden sich mit ihrem Seelenkleid.

„Ich erzähle den Menschen Geschichten über sich selbst“, sagte Amrei, „Dennoch denken viele von ihnen, es handle sich um Märchen …“, lächelte sie, „Das ist seltsam. Jedoch merken sie es dann, wenn sie älter werden …“

Amrei verblasste und danach kamen noch fünf weitere Seelenschwestern in Lenas Bewusstsein und alle verbanden sich mit Lenas Seelenkleid.

Als sie die Lichtverbindung beendet hatte, bemerkte Lena, dass Elina nicht unter ihren Seelenschwestern gewesen war, und war darüber etwas traurig, denn sie hatte gehofft, dass auch Elina ihre Seelenschwester war, weil sie sie ja so sehr in ihr Herz geschlossen hatte.

„Lena, es ist Zeit“, hörte sie da eine Stimme hinter sich sagen und drehte sich um. Und da stand Maya in der Tür. „Komm in den Trainingsraum, denn das Ritual beginnt jetzt gleich!“

„Ist denn Elina heute auch dabei?“, wollte Lena wissen.

„Hm, nein, Elina musste überraschend etwas erledigen. Sie kommt erst morgen wieder“, antwortete Maya. „Das Ritual muss … ähm, wird ohne sie stattfinden …“

„Schon wieder?“, fragte Lena enttäuscht, „Und sie war noch nicht einmal unter meinen Seelenschwestern …“

„Komm jetzt, wir dürfen die Vogelfrauen nicht warten lassen!“ drängte Maya nun.

Lena und Maya gingen hinunter in den Trainingsraum und dieser war wieder wie letztes Mal gefüllt mit unzähligen Vogelfrauen, die alle im Kreis um die Mitte herum standen, den Platz, den Lena nun einnehmen sollte.

Als Lena in den Raum trat, wurde es ganz still. Dann trat Maya in den Kreis und zog Lena mit sich mit.

„Vogelfrauen!“, begann sie. Und die Frauen riefen, „Ja, wir sind da!“

„Wir haben uns heute zu diesem Ritual hier versammelt, und ihr wisst, dass Lena nun ihre zweite Initiation bekommt. Diese wird sie allerdings heute in euren Kreis mit einschließen, da sie es bereits geschafft hatte, durch die Zeit zu reisen!“, kündigte Maya an.

„Durch die Zeit zu reisen?“, dachte Lena überrascht. „Wann bin ich denn durch die Zeit gereist?“ Aber sie fand keine Antwort und Maya sprach weiter.

„Nun liebe Frauen, heute hat Lena in der Lichtverbindung bereits den Kreis ihrer Seelenschwestern erkannt“, sagte Maya und rief dann, „Seelenschwestern, tretet vor!“

Acht Frauen traten aus der Menge und bildeten einen kleinen Kreis um Lena und Maya herum. Und Lena erkannte jede einzelne Frau, es waren tatsächlich die acht Schwestern, die sie in der Lichtverbindung erkannt hatte.

Und augenblicklich leuchteten alle Verbindungen zwischen Lenas Kleid und den acht Vogelfrauen auf. Sie leuchteten sogar durch Maya hindurch, die ja auch noch in der Mitte stand.

„Ihr seht, die Lichtverbindungen sind wahrhaftig! Wir haben die Zwölfte also sehr wahrscheinlich gefunden. Damit können wir in das Ritual starten!“, verkündete Maya.

Ein Raunen ging durch den Raum und die Vogelfrauen schauten alle gespannt auf Lena, die etwas schüchtern in der Mitte stand und immer noch mit ihren Augen in der Menge nach Elina suchte.

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Herzlichst, Anna Breitenöder
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