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„Ewig in der Villa bleiben? Nein, das will ich nicht!“, dachte Lena verwirrt und war noch etwas mehr verunsichert, als zuvor. „Welches sind denn die drei Sichtweisen?“

Und Idis antwortete: „Komm mit, wir gehen hinab in die zweite Etage, dort wirst du sie treffen!“ Sie ging die Treppen hinab und Lena und die Vögel folgten ihr. In der zweiten Etage gab es eine größere Halle mit drei Balkonen, die jeweils in eine andere Richtung hinaus zeigten. Idis führte Lena auf den ersten Balkon, auf welchem Lena eine Person erkennen konnte.

„Oh, das ist ja Chirisa Winter. Sie ist die Autorin meines Lieblingsbuches!“, rief Lena verblüfft.

„Ja, und sie wird dir eine Sichtweise schenken, da du sie ja so sehr bewunderst“, sagte Idis und fügte hinzu, „Sie wird nicht sprechen, aber sobald du dich neben sie stellst, wirst du dich selbst durch ihre Augen sehen. Geh in deiner Erinnerung durch alle Lenas, die du in den anderen Welten gesehen hast und sieh diese Lenas durch die Augen von Chirisa. Du wirst etwas erkennen, was von unbenennbarem Wert sein wird.“

Lena stellte sich neben ihre Lieblingsautorin und augenblicklich konnte sie die Welt plötzlich durch Chirisas Augen wahrnehmen.

„Das ist wirklich seltsam“, dachte Lena, „Wie funktioniert denn das nun wieder?“ Die Welt erschien Lena plötzlich ganz anders. Die Bäume unten im Garten waren nicht mehr blaugrün, sondern wirklich fast dunkelblau, der Himmel war leicht rosa und die Sonne orange. „Wie ist das bloß möglich?“, fragte sich Lena immer noch ganz verblüfft von der neuen Erfahrung, die sie gerade machte. Dennoch, es war alles real, sie konnte es ja selbst durch Chirisas Augen sehen.

Nun ging Lena in ihrer Erinnerung noch einmal durch alle Räume, durch die sie an diesem Tag gegangen war. Und bereits im ersten Raum, dort, wo sie die Verwandlungs-Lena gesehen hatte, konnte sie nun alles als wahrhaftig transparentes Hologramm erkennen. Inmitten des Körpers der Verwandlungs-Lena, war eine regenbogenfarbene Spirale, die sich permanent um sich selbst drehte. Auch all die anderen Frauen hatten solche Spiralen, jedoch waren die der Frauen nicht so leuchtend und groß wie die von der holografischen Lena. Diese drehte sich schneller, und je schneller sie sich in Lenas Körpermitte drehte, desto rascher erschuf sie die leuchtenden Gegenstände vor sich im Raum. Drehte sich die Spirale jedoch wieder langsamer, kamen die Gegenstände auch wieder gemächlicher aus ihren Händen hervor.

Und dann, auch im Raum am Meer, wo die Schriftstellerin-Lena saß und schrieb, konnte Lena durch sie hindurchsehen und ein weiteres Mal die Spirale erkennen. Je schneller die Spirale sich drehte, desto schneller flossen die Worte aus ihrem Stift in das große Schreibbuch. Und immer wenn sich die Spirale wieder langsamer drehte, drehte Lena ihren Kopf zur Sonne und schaute verträumt hinaus aufs Meer.

Auch als sie schließlich die Lena mit der dreidimensionalen Bildcollage sah, konnte sie wieder die Spirale in deren Mitte erkennen.

Dann versiegten die Bilder in Lena nach und nach und sie merkte, dass sie die Welt nun wieder durch ihre eigenen Augen wahrnahm.

„Das ist wahrhaftig interessant!“, dachte Lena und sie fragte sich, „Habe ich womöglich auch eine regenbogenfarbene Spirale in meiner Körpermitte? Es könnte sein, es würde mich eigentlich gar nicht mehr überraschen.“ Sie lächelte in sich hinein, da sie soeben an ihr altes Leben gedacht hatte und wie anders es doch noch vor einigen Wochen gewesen war. Dann führte Idis Lena auf einen anderen Balkon.

Bek Somir stand dort am Balkon und schaute auf die Landschaft.

„Meine Lieblingskomponistin!“, dachte Lena, „Ich hatte sie fast vergessen, es ist schon so lange her…“

Bek Somir hatte sie immer sehr bewundert. Sie liebte ihre außergewöhnliche Musik, aber seit sie Cat kannte, ging sie nicht mehr auf außergewöhnliche Konzerte, da Cat das nicht mochte …

„Stelle dich nun neben Bek“, sagte Idis.

Lena bemerkte, wie sich ihre Wahrnehmung plötzlich wieder veränderte. Nun schaute sie durch die Augen von Bek.

Aber was sie sah, war mehr als außergewöhnlich. Denn Bek sah die Welt nicht, sondern hörte sie. Die Bäume waren nunmehr bloße Schwingung und die Sonne war ein hoher, sphärischer Klang, der die ganze übrige Musik durchzog. Und plötzlich bemerkte Lena, dass sie die Brüstung, an die sie sich gelehnt hatte, nicht mehr nur spürte, sondern als Schwingung wahrnahm.

„Wie außergewöhnlich!“, dachte sie, denn ihr Fühlsinn verschmolz plötzlich mit ihrem Hörsinn und sie lauschte einer kraftvollen Melodie, die sie zusätzlich noch in hellorangenen Farben sehen konnte. Dennoch wusste sie, dass das, was sie da gerade wahrnahm, lediglich die Brüstung des Balkons war, an die sie sich gerade angelehnt hatte.

„Wenn Bek die Welt auf diese Weise wahrnimmt, dann ist ihre Musik die Musik ihrer Wahrnehmung!“, stellte Lena fest.

Und dann erinnerte sie sich an die Räume mit den Lenas und konnte plötzlich hören, wie Lena als Verwandlerin Klänge aus ihren Zellen hervorholte. Es war nun keine Spirale da, aber stattdessen, bestand Lenas Körper nun in allen Welten aus purem Klang, der ab und an seine Farbe wechselte. Lena erkannte auch, dass es sich bei allen Lenas um eine einzigartige Melodie handelte. Die Objekte, die Lena aus ihren Händen schuf, kamen immer zum Vorschein, nachdem sie eine bestimmte Melodie gehört hatte. Und so war es mit den Worten der Schriftsteller-Lena sowie mit den Collagen der Künstler-Lena.

„Vielleicht ist dies die Lena-Melodie, also meine eigene …“, dachte sie.

Aber dann versiegte der Klang schon wieder und Lena nahm die Welt wieder auf ihre gewohnte Weise wahr. „Schade“, dachte sie, „Das war wirklich schön!“

Idis führte Lena weiter auf den dritten Balkon und dort stand ihre frühere Lehrerin aus der ersten Klasse, Frau Ohid. Lena stellte sich neben sie und sah sogleich die Welt durch Frau Ohids Augen. Hier hatten die Bäume ein sattes Grün, die Blumen waren äußerst bunt und die Sonne schien in einem freundlichen Gelb. Lena erinnerte sich in diesem Moment wieder an die anderen Lenas und sah, dass alle Lenas ein glückliches und zufriedenes Lächeln auf ihren Lippen trugen. Sie sah, dass die Verwandlungs-Lena eine Form aus einem Klumpen Ton schuf und diese sodann mit bunten Farben anmalte. Die anderen Frauen taten dasselbe.

Die Schriftstellerin schrieb sauber und ordentlich in ein großes Buch und schaute ab und an zum Fenster hinaus und die Künstler-Lena bastelte an einer Collage.

Das war alles, bevor auch diese Sichtweise versiegte.

Lena war verwirrt. Doch als sie sich umsah, war Idis verschwunden.

Sie lief zurück zur Treppe, aber Idis war nirgends zu finden.

„Wie soll ich denn nun herausfinden, was meine Ur-Essenz ist?“, fragte sie sich ängstlich. Aber dann erinnerte sie sich, dass sie ja nicht ganz allein hier war. „Papili!“, rief sie und Papili kam angeflogen und setzte sich auf ihre Schulter. „Piep! Bin doch da!“, piepte der Vogel.

„Papili, kann ich wirklich nicht aus der Villa, bevor ich nicht meine Ur-Essenz erkannt habe?“, fragte Lena unsicher.

„Piep!“ Papili schüttelte sein kleines Köpfchen.

„Hm, dann … lass uns vielleicht noch einmal durch die Räume gehen und sehen, ob mir noch etwas auffällt.“ Lena ging wieder in den ersten Raum und dann nach und nach durch alle übrigen Räume. Sie schaute sich jede Lena genau an. Aber sie kam einfach nicht darauf, was ihre Ur-Essenz war.

„Alle Lenas sind verschieden, was ist denn nun die Essenz davon?“, fragte sie bereits völlig erschöpft vom vielen Denken.

Da bereits mehrere Stunden vergangen waren, setzte sie sich nun völlig ermattet in die Eingangshalle auf die unterste Treppenstufe und vor die Fläche, in welche sie den einen Satz ritzen sollte.

„Was könnte es nur sein … was nur …?“, grübelte sie.

Sie war mehrmals in allen Räumen gewesen. Und überall hatte sie eine Lena in einer anderen Form gesehen.

Plötzlich fiel ihr Blick auf eine kleine Glaskugel, die wohl zur Zierde als Türschmuck aufgehängt war. Und als Lena so erschöpft auf die Kugel schaute, bemerkte sie, dass diese sich in einem leichten Windhauch permanent um sich selbst drehte. Das Sonnenlicht, welches durch das gegenüberliegende Fenster strahlte, spiegelte sich in der Kugel und die Farben wechselten sich permanent ab. Doch die Glaskugel blieb dabei immer dieselbe, sie spiegelte nur das Sonnenlicht in den verschiedensten Farben wieder und diese veränderten sich permanent.

Da plötzlich durchfuhr Lena ein Geistesblitz und sie sprang aufgeregt auf. „ICH bin die ewige Wandlung! Das ist meine Ur-Essenz!“

Und sie ritzte diesen Satz vor sich in den Boden.

In diesem Moment löste sich die Villa einfach auf und Lena stand auf der großen Blumenwiese, von welcher aus sie die Villa vor vielen Stunden betreten hatte.

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Anna Breitenöder  I  Mentorin für Magische Entfaltung im Business

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