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...made with in Leipzig...

Auf dem Weg hinauf, entdeckte Lena einen alten Spiegel, der in einer Ecke stand. „Wow! Was für ein schöner Spiegel!“, rief sie aus und ging geradewegs darauf zu. Als sie so auf diesen alten Spiegel zulief, staunte sie nicht schlecht, denn zuerst sah sie zwar sich selbst mit Papili auf der Schulter und Idis im Hintergrund. Doch dann verblasste das Bild und es erschien eine bunt-goldene Schrift. Sie erkannte, dass es eine Frage war: „Lena, wer bist du?“

„Huch, der Spiegel meint damit bestimmt mich!“, sagte sie etwas ertappt und drehte sich nach Idis um. „Ich… weiß das irgendwie gar nicht… Ich bin eben Lena.“

Der Spiegel antwortete mit einer neuen Frage: „Welche Themen wohnen in dir?“

„Themen?“ dachte Lena, „Was meint der Spiegel denn damit?“

Aber der Spiegel fragte weiter: „Wovon handelte dein Lieblingsbuch, als du klein warst?“

„Oh, das kann ich beantworten!“, freute sie sich. „Es handelte von einer kleinen Künstlerin. Der Regenbogenkünstlerin. Ihre Aufgabe war es, jeden Tag in einem anderen Land einen Regenbogen an den Himmel zu malen und dabei erlebte sie die wundersamsten Geschichten.“ Allein bei der Erinnerung an diese Geschichte lächelte Lena glücklich.

„Die Regenbogenkünstlerin”, sagte sie und auf dem Spiegel entstand ein Bild aus lauter Regenbögen.

Dann erschien sofort eine neue Frage: „Wovon handelt dein Lieblingsfilm, Lena?“

„Hm…“, Lena überlegte. Sie hatte sich nie so viele Filme angeschaut, denn sie las einfach lieber, doch dann erinnerte sie sich plötzlich an einen Film. In diesem Film ging es darum, dass Menschen auf einen anderen Planeten übergesiedelt waren, um eine kreative Stadt aufzubauen. Es war eine Stadt voller künstlerischer Menschen und sie alle verwirklichten ihre eigenen Ideen und ergänzten sich dabei gegenseitig. Allerdings endete der Film damit, dass sich alles als ein großes Spiel herausstellte und von Außerirdischen inszeniert worden war. Der Schluss gefiel Lena daher nicht so sehr, aber es war trotzdem ihr Lieblingsfilm gewesen, da so viele interessante Ideen in ihrer Umsetzung gezeigt worden waren und sie am liebsten darin mitgespielt hätte.

„Der besondere Planet”, antwortete Lena dem Spiegel.

Und auf der Spiegelfläche erschienen verschiedene Bilder aus dem von ihr genannten Film.

Dann erschien wieder eine neue Frage: „Welchen Filmcharakter würdest du einmal gerne spielen?“

Da sie gerade an ihren Lieblingsfilm gedacht hatte, fiel ihr auch gleich ihr Lieblingscharakter aus diesem Film ein. Es war eine Frau mittleren Alters, welche eine Vorreiterfunktion in der kreativen Stadt gehabt hatte. Ihr Name war Hila und sie war eine Ideengeberin. Wenn den Bewohnern die Ideen ausgingen, kamen sie zu ihr und holten sich bei ihr Rat. Die Frau hatte Zugang zu einer noch kreativeren Welt als die übrigen Bewohner aus welcher sie ihre Ideen hervorholte. Lena hatte sich diese kreativere Welt immer vorzustellen versucht, und sich dabei alles Mögliche ausgemalt. Leider wurde in diesem Film nur davon gesprochen. Und so hatte die kreativere Welt auch immer bloß in ihrer Fantasie stattgefunden.

„Hila“, antwortete Lena dem Spiegel, „Die Frau aus dem Film.“

Und auf dem Spiegel entstand sogleich ein Bild von Hila, wie sie gerade dabei war, Ideen aus der kreativeren Welt hervorzuholen.

Nacheinander stellte der Spiegel noch weitere Fragen verschiedenster Art und alle drehten sich um Dinge, die Lena liebte. Und dann fragte der Spiegel Lena noch einmal: „Lena, wer bist du?“

Bevor Lena antworten konnte, erschien im Spiegel die Zusammenstellung all der Bilder aus Lenas Antworten.

Lena spürte, wie ihr vor Rührung Tränen in die Augen traten. Sie fühlte sich so sehr erkannt, wie noch nie in ihrem Leben. Und da sah sie ihr Spiegelbild. Jedoch war es überlagert von einer ernsten Frau, die in Regenbogenlicht eingehüllt war, in eine andere Welt schaute, ein Buch schrieb und Menschen mit Regenbogenlicht verzauberte: Lena.

„Ja“, dachte Lena, und Idis ergänzte, „Das bist du, Lena.“

Da flog Papili von Lenas Schulter und setzte sich auf die obere Kante des Spiegels. „Piep!“, piepte es und schaute glücklich zu Lena hinüber.

Aber dann schaute es plötzlich ganz interessiert in Richtung der Treppe, die in der Mitte der Eingangshalle stand. Es war eine Wendeltreppe, die in die erste Etage des Palastes führte. Genau in diesem Augenblick kam eine Person in einem dunklen Umhang diese Treppe hinunter.

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