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Lena fand sich auf der Waldlichtung vor dem Waldhaus wieder, in welchem Idis und die Vögel wohnten. Ein willkommener und mittlerweile gewohnter Anblick. Die Stille und Ruhe dieses Ortes drangen, wie immer, tief in sie ein und entspannten ihren ganzen Körper. Als sie sich dem Haus näherte, machte Idis bereits die Tür auf und rief ihr etwas zu. „Lena! Schön, dass du da bist, denn heute ist ein großer Tag!“

Lena wurde neugierig und beschleunigte ihre Schritte. „Was ist denn heute?“

„Heute wirst du Papili kennenlernen!“, flötete Idis fröhlich.

Lena fühlte wie ihr ganz plötzlich Tränen der Erleichterung und der Freude in die Augen stiegen, die sie nur mit Mühe zurückhalten konnte.

Idis lächelte gerührt und legte ihr eine Hand auf die Schulter, als sie sie erreicht hatte. „Papili freut sich bereits sehr auf dich und ist überaus aufgeregt! Komm, wir gehen ins Haus.“ Idis ging voran in das kleine Waldhaus mit dem Tisch und den vielen Vögeln. Wieder herrschte fröhliches Gezwitscher. Überall flatterten bunte Vögel durch die Luft und entzündeten auf ihre magische Art die Kerzen.

„Setz dich, Lena, und nimm dir Tee“, bot ihr Idis an und dann rief sie „Papili!“ und Lena stellte die Tasse Tee, von der sie gerade trinken wollte, wieder vor sich auf den Tisch. „So schnell?“, fragte sie aufgeregt und ihr wurde etwas flau, „Ist es denn schon hier?“

„Ja“, sagte Idis. Und da flatterte ein ganz kleiner Vogel auf ihren Arm und neigte keck sein Köpfchen zur Seite. Papili schaute Lena leicht misstrauisch an, so als ob es ihr noch nicht so recht zu trauen wagte. Aber im nächsten Augenblick piepte es schüchtern und kaum hörbar und flatterte ein wenig mit seinen Flügeln. Es schaute immer abwechselnd zu Idis und dann wieder zu Lena und flatterte noch einmal kurz mit seinen Flügeln, als ob es sich nicht entscheiden konnte, ob es zu Lena fliegen wollte oder nicht.

Lena musterte Papili und schaute sich dann heimlich nach den anderen Vögeln um, und dachte erschrocken, „Oh nein, Papili ist mit Abstand das Kleinste von allen!“ Unsicher sah sie wieder zu Papili hinüber.

„Ich habe also das kleinste Vogelküken von allen“, dachte sie und dieser Gedanke traf sie mit einem großen Schmerz in ihrer Brust, die augenblicklich wieder eng wurde. „Warum kann ich nicht ein größeres kräftigeres Küken haben? Warum muss gerade meins so winzig klein sein?“, dachte sie enttäuscht und irgendwie schämte sie sich auch dafür und hatte Angst davor, es als ihres anzunehmen. „Vielleicht liegt es ja an meinem Herzen, das so klein ist?“, grübelte sie. „Vielleicht war es ja immer so eng in meiner Brust, weil mein Herz so klein ist? Aber kann das überhaupt sein? Idis hatte mir ja erzählt, dass Papili sich in meinem Herzen ganz klein machen musste, um darin überhaupt Platz zu finden.“ Lena schaute Papili nachdenklich an.

Plötzlich unterbrach Idis Lenas Gedankenstrom. „Lena, willst du, dass Papili auf deinen Arm kommt?“

„Ja, ähm, ich weiß nicht, es ist… so ähm, so klein…“, murmelte sie heiser.

Papili senkte traurig sein Köpfchen und schaute dann fragend zu Idis. „Warte noch einen Moment, Papili, Lena braucht noch etwas Zeit“, sagte Idis sanft zu Papili. Und Papili ließ sein Köpfchen wieder leicht sinken.

„Ok, es soll herfliegen“, gab sich Lena einen Ruck und streckte ihren Arm in Papilis Richtung.

Papili flog tatsächlich los … und landete auf Lenas Unterarm. Es kitzelte ein wenig und Lena musste lachen. Und als dann Papili Lena anschaute, spürte diese einen riesigen Schwall des Glücks durch ihren Körper fluten und sie wusste sicher: „Papili ist nicht zu klein. Papili ist genau richtig, wie es ist. Genauso wie ich!“ Lena war von ihren eigenen Gedanken überrascht. und schaute Papili stolz und glücklich an.

„Von nun an wird es immer bei dir sein“, sagte Idis. Papili flatterte auf Lenas Schulter. Es würde ihr fortan immer das ins Ohr piepen, was Lena half, wenn sie einmal nicht weiter kam.

„Toll!“, freute sich Idis und strahlte über das ganze Gesicht. „Ich freue mich, dass ihr euch so gut versteht! Bald wird deine Reise beginnen. Hast du dich denn nun endgültig entschieden?“

Lena nickte. „Ja, ich werde die Reise antreten. Ich möchte mein Potenzial finden und in die Welt bringen.“

Und dann fragte sie noch, „Habe ich Papili jetzt eigentlich ganz befreit?“

„Noch nicht ganz“, sagte Idis und überlegte, wie sie es nun sagen sollte. „Es wird befreit sein, wenn du dein Potenzial gefunden hast. Und wenn du dich entschieden hast, dieses in die Welt zu bringen. Dann wird Papili befreit und immer bei dir sein.“

Da erwachte Lena und spürte immer noch das Gefühl von Papilis kleinen Füßchen auf ihrem Arm. Aber als sie nachschaute, war das kleine Küken verschwunden. „Klar“, dachte Lena, „es war ja auch nur ein Traum.“

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Anna Breitenöder
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