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...made with in Leipzig...

„Heute möchte ich dir zeigen, wie du deine Programme verändern kannst“, begann Elina. „Ich hatte dir ja von den dicken und dünnen Nervenbahnen, die ein wenig wie ein Straßennetz sind, erzählt. Heute werden wir die großen ‚Informationsstraßen‘, die dich zu allem Ja sagen lassen, wieder zu kleinen Nebenstraßen zurückbauen. Die kleinen Waldwege, die dir auf deiner Reise helfen und dich schneller zum Ziel führen sollen, werden wir hingegen ausbauen.“

„Das finde ich total spannend, was muss ich tun?“, fragte Lena überaus wissbegierig.

„Es geht dabei allerdings noch um etwas anderes“, fuhr Elina fort. „Papili ist ja zurzeit im Waldhaus, richtig?“

Lena nickte. „Das hat Idis zumindest gesagt, denn ich durfte Papili noch nie sehen…“

„Hm… hat Idis dir gesagt, wieso?“, fragte Elina abschätzend.

„Es traut sich, glaube ich, nicht. Und dann hatte ich ja auch noch Morphin genommen und ich glaube, dass es deswegen Blut gespuckt hatte. Aber seit einiger Zeit begegnet mir überall ein roter Vogel und ich dachte, dass es vielleicht Papili ist. Er sitzt immer in einem goldenen Herzen.“

„Ja, wie auf der Goldstaub-Schachtel, ich weiß“, bestätigte Elina. „Aber das ist nicht Papili. Das ist mein… ähm…“ Elina hielt sich die Hand vor den Mund.

Lena schaute sie etwas verwirrt an. „Was ist es?“

„Es ist ein Symbol…“, erwiderte Elina.

Lena schaute immer noch etwas verwundert drein. „In der weißen Welt hatte ich auf der vorletzten Ebene dasselbe Symbol gesehen und aus ihm flog dieser kleine rote Vogel.“

„Ja, das war… ein Schutzvogel und er war einfach da, damit dir nichts passiert…“, sagte Elina und schaute etwas unsicher.

Lena zog ihre Brauen zusammen, sagte aber dann, „Ok… Idis hatte mir ja nichts erzählt.“

„Das ist schon ok, dann weißt du es nun eben von mir, so wichtig ist es aber auch gar nicht“, versicherte ihr Elina.

„Papili ist auch ein kleiner roter Vogel. Es ist aber viel kleiner als dieser Schutzvogel“, erklärte Elina und wechselte dann das Thema. „Lass uns mit den Programmveränderungen beginnen. Du erinnerst dich doch bestimmt an die Klabuwees, Lena?“

Lena bejahte.

„Die Klabuwees sind ja die kleinen bunten Wesen, die Purzelbäume schlagen, und dann gibt es noch die fliegenden Klabuwees. Streng genommen sind es auch kleine bunte Wesen, jedoch von einer anderen Gattung, denn sie fliegen in der Luft herum und machen Luftpurzelbäume, wenn sie wollen“, sagte Elina ernsthaft. „Sie nisten sich immer wieder in unseren Köpfen ein und bauen ab und an auch Nester. Nun ist es so, dass sie das nur deshalb schaffen, weil wir davon nichts wissen… Du hast selbst gesagt, dass deine Gedanken ganz schnell in deinem Kopf hin und her schwirren. Das tun sie, weil sie in den Nestern in deinem Kopf sozusagen ihre Jungen ausbrüten. Naja, und diese lernen dann auch fliegen und bald ist dein Kopf voller fliegender Klabuwees.“ Elina schaute verheißungsvoll und fuhr fort, „Das erste, was ich dir zeigen möchte, ist, wie du ihnen hilfst, sich wieder ein anderes Zuhause zu suchen. Denn sie haben ein Zuhause und das ist weit oben in den Wolken. Aber es gibt auch einige fliegende Klabuwees, die du benötigst. Sie helfen dir, Ideen umzusetzen, Lösungen zu finden und Dinge zu organisieren. Nun geht es darum, die fliegenden Klabuwees nicht ungefragt in deinem Kopf tun zu lassen, was sie gerade wollen. Denn es ist ja dein Kopf. Und du bist die, die bestimmen darf, welche Klabuwees bei dir zu Gast sein dürfen und welche nicht.“

Das leuchtete Lena ein. Sehr sogar. „Ja, so oft muss ich irgendetwas rechnen, damit die fliegenden Klabuwees in meinem Kopf endlich still werden und aufhören herumzufliegen. Wie oft musste ich eine ganze halbe Stunde rechnen und kurze Zeit später fing das Fliegen wieder von vorne an! Das hat mich immer fast verrückt gemacht!“, bestätigte Lena in Gedanken das, was Elina gesagt hatte.

„Genau so ist es“, sagte Elina, als ob sie Lenas Gedanken erraten hatte. „Und du darfst jetzt lernen, sie zu beruhigen.“

„Hier hast du dein Kissen“, fuhr Elina fort, „und du weißt ja bereits, welche Haltung du einnehmen musst, um nun die Beruhigungsübung durchzuführen.“

Lena setzte sich sogleich auf das Kissen, wie es ihr Elina beim letzten Mal gezeigt hatte. Sie überkreuzte ihre Beine, legte ihre Hände in den Schoß und richtete ihre Wirbelsäule ganz gerade auf.

„Nun schau ganz achtsam auf einen Punkt etwa zwei Meter vor dir auf dem Boden“, wies sie Elina an. „Lass dann deinen Blick einfach auf dieser Stelle ruhen.“

Lena tat, wie es Elina ihr empfohlen hatte.

„Und nun achte auf deinen Atem“, sagte Elina dann. „Achte einmal darauf, wie sich dein Atem an der Nasenspitze vorbeischleicht und dann… wie sich dein Brustkorb hebt und senkt. Und jetzt achte darauf, wie sich deine Bauchdecke vorwölbt und wieder zurückzieht.“

Lena beobachtete genau, wie alles vor sich ging.

Elina fuhr leise fort. „Und nun, suche dir aus, bei welcher Stelle du jetzt bleiben willst.“

Lena entschied sich für ihre Nasenspitze und fühlte dort ihren Atem ein- und ausströmen.

„So“, erklärte Elina nun, „Wenn du das jetzt gut kannst, dann beginne, die fliegenden Klabuwees zu beobachten. Kannst du sehen, wie sie in deinem Kopf umherfliegen?“

Lena nickte und konzentrierte sich weiter auf ihren Atem und die fliegenden Klabuwees.

„Dann beobachte einmal ganz genau, was da vor sich geht“, ermunterte sie Elina.

Lena begann zu beobachten. „Da ist ein kleines Klabuwee und fliegt ständig im Kreis herum. Neben ihm fliegt noch ein anderes und sie unterhalten sich miteinander, aber das eine kann nie abwarten, bis das andere ausgesprochen hat“, beobachtete sie, „und so ist es ein stetes Durcheinander an Worten und Wortfetzen.“ Lena wurde ganz schwindelig. Dann entdeckte sie ein weiteres Klabuwee. Und noch eins. Und plötzlich kam eine ganze Gruppe von Klabuwees angeflogen.  „All diese Klabuwees sind ganz bunt und beim Fliegen geben sie Summtöne in den unterschiedlichsten Tonlagen von sich…“

„Hey, du solltest etwas Produktives tun“, sagte ein Klabuwee. Ein anderes kam herbeigeflogen und meinte, „Ach was, Idis hat gesagt…“ und dann kam plötzlich eine ganze Gruppe von Klabuwees angeflogen, die das zweite Klabuwee einfach aus der Bahn warfen, so dass es fürchterlich erschrak. Alle schrien durcheinander, „Papili, Papili, Papili“, und dann kam ein größeres herangeflogen und sagte in einem sehr bestimmenden Ton “Cat”. Alle anderen waren plötzlich still, nur damit jetzt eins herangeflogen kommen konnte, das sagte, „Lena, sie nehmen dir den Job weg, das hier ist keine Arbeit, du sollst arbeiten, arbeiten, arbeiten“, und dann kamen wieder weitere Klabuwees angeflogen und plapperten durcheinander. Sie erzählten und erzählten. „Ich werde es nie zu etwas bringen, bin 35, noch keinen Mann, doofe Freundin Cat, ich will Papili befreien, aber ich kann das nicht, es ist doch alles bloß nur ein Traum!“

Plötzlich sprang Lena auf. „Ich halte das nicht aus!“, schrie sie, „Diese Übung ist nichts für mich, schrecklich, muss das sein, Elina? Ich kann das nicht, wie soll das denn nützlich sein?“

„Lena, mir ging es doch genauso am Anfang. Aber nach und nach wird es besser werden“, versuchte Elina sie zu beschwichtigen, aber Lena stand nun vor Elina im Raum und war drauf und dran, zu gehen. Dann aber merkte sie, dass sie eigentlich gar nicht gehen wollte und setzte sich wieder auf ihr Kissen.

„Am besten du kombinierst diese Übung mit dem GWoft, weil der GWoft dir hilft, die Klabuwees etwas zu beruhigen“, schlug Elina vor. „Danach fährst du mit dieser Übung fort und du wirst sehen, dass deine Klabuwees nicht mehr so wild durcheinanderfliegen und -plappern.“

Ihre Worte beruhigten Lena etwas. „Aber schau mal, das war ja auch erst dein erster Versuch. Komm, probier es noch einmal! Was gerade passiert ist, war, dass du mit den Klabuwees mitgeflogen bist, stimmt’s?“

Lena schaute Elina verwirrt an. „Nein, ich saß doch auf meinem Kissen…“

„Ja, das ist richtig, aber dein Geist ist mit ihnen mitgeflogen“, entgegnete Elina. „Nun probiere es noch einmal.“

Als Lena etwas ratlos auf den Boden schaute, fragte sie, „Wie ist es denn, wenn du rechnest?“

„Na, dann konzentriere ich mich und versuche, ein Ergebnis herauszubekommen“, antwortete Lena verwirrt.

„Genau. Und wer ist es, der ein Ergebnis herausbekommen will?“, fragte Elina weiter.

„Na ich…“ Lena schaute zweifelnd.

„Genau. Du willst es herausbekommen. Oder vielmehr dein Geist“, bestätigte Elina.

„Ja…?“ Lena wusste nicht so recht, worauf Elina hinauswollte.

„Und wenn du rechnest, dann bestimmst du, was dein Gehirn tun soll, richtig?“, bohrte Elina weiter.

„Ja.“ Lena wurde ungeduldig. „Ich verstehe nicht…“

„Warte“, sagte Elina bestimmt. „Nun stell dir vor, du rechnest und die Klabuwees sind deine Zahlen…“

„Hm“, nun konnte sich Lena etwas darunter vorstellen. „Ich könnte die Klabuwees wie Zahlen behandeln, das stimmt.“

 „Und nun stell dir vor, du möchtest ein Klatschen hören, wenn sie nur mit einer Hand in die Hände klatschen. Alle auf einmal.“ Elina schaute Lena erwartungsvoll an.

„Mit einer Hand in die Hände klatschen? Und dabei ein Klatschen erzeugen… Hä? Das geht nicht!“, erwiderte diese, „Sie können nicht mit einer Hand klatschen!“

„Wer weiß“, sagte Elina und zwinkerte ihr zu, „Stelle es dir einmal vor.“

Lena begab sich wieder in die Übungshaltung und schaute auf den Punkt auf dem Boden. Wieder konzentrierte sie sich auf ihren Atem. Die Klabuwees begannen erneut wild und unkontrolliert zu fliegen. Es kostete Lena ein wenig Überwindung, aber sie versuchte angestrengt sich vorzustellen, sie würde das Klatschen der fliegenden Klabuwees hören, die alle mit einer Hand in die Hände klatschten, was ja aber natürlich einfach nicht ging. Doch da … wurde es plötzlich ganz still in ihrem Kopf. Alle Klabuwees blieben mit einem Mal in der Luft stehen und hielten eine Hand vor sich, mit der sie einen Klatschton erzeugen wollten. Aber da das nicht funktionierte, folgte keine weitere Handlung.

„Das ist ja genial!“, dachte Lena. „Sie bleiben stehen, weil sie versuchen zu klatschen, aber es gelingt ihnen nicht. Ich gebe den Befehl, sie sollen klatschen und es gelingt ihnen nicht… es gelingt ihnen einfach nicht! Immer noch nicht. Sie bleiben einfach stehen…“

Lena befahl weiterhin innerlich: „Klatscht mit einer Hand in die Hände!“

Die Klabuwees versuchten es, aber es war, als wären nur noch lauter Standbilder in Lenas Kopf und plötzlich begannen sich die Klabuwees aufzulösen. Da wurde es ganz still in Lena, nichts regte sich mehr in ihren Gedanken. Eine Ruhe erfüllte sie, die ihr den Atem nahm.

Nach einiger Zeit bewegte sie sich wieder und dann strahlte sie Elina an. „So etwas habe ich noch nie erlebt!“, jubelte sie, „Ohne Rechnen! Alle still und weg. Toll!“

Nur dann begann sie zu zweifeln. „Aber was ist, wenn es nicht immer funktioniert?“

„Nun, es funktioniert meistens“, erwiderte Elina. „Aber du kannst auch immer wieder zurück zu diesem Ort, von welchem aus du den Klabuwees deinen Befehl erteilt hast.“

„Ah, ja, ich verstehe das jetzt“, sagte Lena. „Ja, da ist etwas in mir, das irgendwie hinter allem steht und beobachtet und irgendwie alle Fäden bei sich zusammenführt.“ Sie lächelte, da sie diese Erkenntnis so interessant und nützlich fand.

„Ich glaube, ich weiß, was du meinst“, sagte Lena. „So etwas wie eine Beobachterin oder Schaltzentrale in mir. Ja, es beobachtet alles und schaltet was passieren soll.“

„Genau, du hast es genau erkannt.“ Elina war sichtlich zufrieden.

„Du kannst aber mit deiner Aufmerksamkeit auch immer wieder zu deiner Nasenspitze zurückkehren. Dann lenkst du deine Konzentration auf diesen Punkt und wirst nicht von etwas anderem abgelenkt. Probiere aus, wie es für dich am besten geht“, empfahl ihr Elina.

Lena nickte. „Das ist wirklich eine tolle Übung!“

„Und Lena“, sagte Elina noch, „mache diese Übung wirklich täglich, denn du wirst sie dringend auf deiner Reise zu Papili brauchen. Und für alles weitere, was folgt. Denn es geht ja auch um Sephora und dein Potenzial… vergiss das bitte nicht.“

Lena dachte an den schönen erhabenen Vogel, der nun leuchtende rote Federn bekommen hatte und der den ganzen Raum erstrahlen ließ. „Ja, Sephora…“ Zwar verstand sie die Zusammenhänge immer noch nicht mit ihrem Kopf, sie verstand nicht, was Sephora und ihr Potenzial eigentlich damit zu tun hatten, Papili zu befreien, aber intuitiv wusste sie, dass alles, was sie hier lernte von enormer Wichtigkeit für ihr zukünftiges Leben sein würde. Sie fühlte sich verantwortlich für die Befreiung Papilis und sie fühlte sich von Sephora fasziniert. Überdies war sie einfach neugierig und wollte plötzlich ihr Leben in eine neue bessere Richtung lenken.

„Wieso ist es mir eigentlich früher nie aufgefallen, dass ich nicht glücklich war?“, dachte sie und nahm sich vor, alles zu tun, um richtig gesund und glücklich zu werden.

Und da wusste sie, dass sie das erreichen würde. Warum sie das wusste, war ihr nicht klar. Sie wusste es einfach.

Zu Kapitel 19 >>

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