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„Komm mit!“, rief Elina, stand auf und ging zur Terrassentür, die aus dem Trainingsraum auf einen großen, gepflasterten Anbau und dann in den Garten des bunten Hauses führte. Lena erhob sich und folgte Elina.

„Siehst du die kleinen Lichter in der Luft schwirren?“ Elina schaute Lena erwartungsvoll an. „Es ist kraftvoller Lichtstaub und dient zu unserer Stärkung. Kannst du ihn sehen?“

„Nein, ich weiß nicht, was du meinst?“ Lena schaute in die Luft, konnte aber nichts sehen. „Es ist ein ganz normaler Tag und hell, aber ich sehe keine kleinen Lichter.“

„Hm … Komm, wir gehen einmal zu diesem Baum hier“, sagte Elina und Lena folgte ihr hinüber, zu einer großen Linde.

„Nun schau einmal, ob du das Licht sehen kannst, das sich um die Krone der Linde herum angeordnet hat. So in etwa zwanzig Zentimeter von den äußeren Blättern entfernt“, erklärte Elina.

Lena schaute, ob sie etwas sehen konnte, und erinnerte sich an Vivid und wie sie da die Augen etwas zusammengekniffen hatte, um sein Flirren zu sehen. Und tatsächlich, Lena konnte sehen, dass ein ganz helles goldenes Licht den Baum einhüllte. Sie nickte „Es ist ein bisschen wie Vivid, das Vivid der Linde.“

„Ja, so in etwa!“ Elina lächelte. „Bäume haben natürliche Hüllen aus Licht und wir nennen sie die Baumnester.“ Lena nickte wieder und Elina fuhr fort, „Und nun schau noch einmal in den Himmel, ob du in dem weiten Raum bis zum Himmel diese kleinen Lichter sehen kannst.“

Und nun sah Lena, wovon Elina sprach. Die Luft war voller Licht. „Wieso ist mir das bisher noch nie aufgefallen?“, wunderte sie sich.

„Gut“, meinte Elina, „da der kraftvolle Lichtstaub nur in der Natur zu finden ist, ist es ab sofort ganz wichtig, dass du auch regelmäßig in die Natur gehst. Am besten nimmst du dir vor, dein Nest immer mitzunehmen, denn der kraftvolle Lichtstaub stärkt dein Nest und dein Nest stärkt wiederum dich und beschützt dich.“ Sie lächelte.

Lena nickte. „Ok, gut, das mache ich, ich habe ja den kraftvollen Lichtstaub gesehen und werde dann regelmäßig in die Natur hinaus gehen, um es stärken zu lassen.“

„Und“, fügte Elina hinzu, „es gibt Orte, an welchen es ganz besonders viel Lichtstaub gibt und das ist meistens dort, wo sich regelmäßig wenig Menschen aufhalten und viele Bäume und Sträucher sind. Geh dorthin, wenn du dich schwach fühlst!“

Elina schaute glücklich und zufrieden, denn sie war sich sicher, dass Lena ihre Aufgaben ernst nahm. „Sie wird Papili befreien und damit auch mich, Elina…“, dachte sie und genoss das Gefühl der Hoffnung.

Damit war das Training für heute bereits beendet und Elina bedeutete Lena, sie könne nun gehen. Doch da es noch nicht Abend war, war es für Lena ungewohnt, einfach nach Hause zu gehen.

„Wohin soll ich denn gehen?“, fragte sie sich. „Ich kann doch nicht einfach nach Hause gehen oder etwas tun, was mir so einfach Spaß macht, eigentlich ist es doch Arbeitszeit…“ In ihren Gedanken versuchte sie es sich vorzustellen und kam zu dem Schluss, dass sie sich völlig leer und haltlos fühlen würde, wenn sie nun nach Hause käme. Innerlich verspürte sie ein starkes Pflichtgefühl, bei der Arbeit zu sein, denn sie war ja schließlich nicht mehr krank. Und wenn sie jemand aus ihrer Familie in der Stadt sehen würde! Nicht auszudenken, was da wieder für Gerüchte aufkämen.

„Nein, das geht nicht, ich muss etwas anderes tun“, sagte sie zu sich und beschloss, „Ich werde in den Wald gehen. Schließlich sagte mir Elina, ich solle in die Natur gehen, also könnte man das auch als eine Art Arbeitsauftrag betrachten.“ Sie verabschiedete sich und setzte sich in ihr Auto.

Da klingelte ihr Handy.

„Cat?“, fragte Lena.

„Hi Lena, ich…“, begann Cat etwas außer Atem.

„Hallo Cat“, sagte Lena.

„Du, ich bin gerade auf eine super coole Party eingeladen worden und wollte fragen, ob du mitkommst…?“ Cats Stimme klang hoffnungsvoll.

Lena überlegte. „Partys…“, dachte sie und war sich sofort sicher, dass sie keine sonderliche Lust verspürte, hinzugehen. Und irgendwie auch nicht mit Cat. „Aber sie ist ja eigentlich meine beste Freundin und ich habe es ihr erst neulich versprochen. Hm, naja, es war in meinem Traum, aber mittlerweile weiß ich langsam nicht mehr, was Traum ist und was Realität …“, dachte Lena und sie merkte, dass sie wirklich nicht mehr richtig unterscheiden konnte, ob sie Cat nun wirklich im Waldhaus getroffen hatte oder nicht. „Ich sollte wirklich dieses Mal mit ihr auf die Party gehen“, überlegte sie, „vielleicht macht es ja Spaß!“

Und sie sagte, „Ok… Ich komme mit.“ Und dann begann sie Cat zu erzählen, „Du, ich hatte heute Training. Bei Elina. Das ist eine Frau, die auch Idis kennt und sie hilft mir, Papili zu befreien. Und ich habe heute kraftvollen Lichtstaub gesehen …!“ Lena verspürte ein solches Bedürfnis, ihrer Freundin mitzuteilen, was sie erlebt hatte, auch wenn sie bereits instinktiv spürte, dass es diese kaum interessierte.

„Was hast du? Training? Lichtstaub?“, fragte Cat verständnislos. „Ich dachte, du würdest wieder arbeiten…“

„Ja… nein…“, erklärte Lena und dann sagte sie nur noch, „Hach, egal! Ich glaube, ich gehe jetzt in die Natur, etwas Spazieren, um noch mehr kraftvollen Lichtstaub zu sehen …“

„In die Natur? Nee, das ist doch alles so staubig und dreckig, hätte ich keine Lust drauf…“, erwiderte Cat ablehnend. „Naja, dann viel Spaß in der Natur… Ich gehe jetzt erst einmal in die Stadt, etwas Schickes für heute Abend kaufen, es sind nämlich viele wichtige Leute dort, vor allem berühmte …“

Lena spürte ein seltsames Gefühl in sich aufsteigen, welches vielleicht eine Mischung aus Ärger und Trauer war… jedoch deutete sie es als Schuldgefühl, wusste aber nicht so recht, wofür sie sich jetzt eigentlich schon wieder schuldig fühlen sollte.

Cat legte auf und Lena ließ ihre Hand, in welcher sie immer noch ihr Handy hielt, sinken. Minutenlang starrte sie  ins Leere. „Eine Party heute Abend … Aber ich fühle mich gar nicht danach. Warum habe ich nur wieder zugesagt?“

Plötzlich überlief sie ein heißer Schauer und ihr fiel ein, „Das Programm! Ich bin soeben von meinem Programm gesteuert worden. Ja, klar! Ich wollte doch ‚Nein‘ sagen und habe trotzdem ‚Ja‘ gesagt!“ Sie schüttelte fassungslos den Kopf. Und dann spürte sie wieder dieses unangenehme Schuldgefühl in sich, konnte es aber nicht wirklich deuten.

„Warum fühle ich mich eigentlich immer schuldig? Egal, was passiert, ich fühle mich schuldig!“ Nun kamen ihr wieder die Tränen, aber sie wischte sie schnell weg und versuchte, weiter den Grund dafür zu finden, wieso sie sich jetzt so schuldig gefühlt hatte. Sie wusste es nicht.

Sie fuhr los und auf dem Weg in Richtung Wald fiel ihr wieder ein, dass es aber die Methode von Elina gab, die die Programme verändern konnte. „Wieso nur, hat es mir Elina nicht heute schon beigebracht?“, dachte sie nun ein bisschen ärgerlich.

„Was mache ich denn jetzt? Ich habe so gar keine Lust, mit Cat auf diese Party zu gehen. Sie hört mir im Gegenzug ja sowieso nicht zu, wenn ich ihr einmal etwas von mir erzählen möchte“, überlegte sie. „Vielleicht sollte ich anrufen und absagen?“ Aber das traute sie sich nicht.

Plötzlich fühlte sie wieder Schmerzen in ihren Beinen und spürte, wie sie immer ärgerlicher wurde, denn die Schmerzen machten die Situation auch nicht besser. „Oh nein, nicht auch noch diese Schmerzen!“, flehte sie innerlich, „Sie waren doch die ganze Zeit über weg gewesen!“

Lena suchte nach dem Goldstaub, konnte ihn aber nicht finden. „Wahrscheinlich habe ich ihn versehentlich zu Hause liegen lassen“, dachte sie betrübt und entdeckte die Schachtel mit dem Morphin. Da die Schmerzen sekündlich stärker wurden, nahm sie zwei Tabletten.

Und innerlich spürte sie den starken Wunsch, Cat abzusagen, traute es sich aber einfach nicht zu, denn sie wusste, dass wenn sie absagte, es nur noch mehr bestätigen würde, was ohnehin schon offensichtlich war: „Cat ist nicht meine beste Freundin. Sie ist gar nicht meine Freundin. Und …“, Lena schluckte. „Ich habe keine Freundin“. Das war das Schlimmste. Kurzerhand schob Lena diesen Gedanken weg.

„Nein“, sagte sie sich dann, „Cat ist meine beste Freundin und zurzeit haben wir eben etwas unterschiedliche Interessen.“ Aber irgendwie glaubte sie sich das selbst nicht mehr und spürte, wie sie innerlich immer trauriger und ärgerlicher wurde und sich schließlich sehr hilflos fühlte.

Währenddessen wurden ihre Schmerzen immer stärker und stärker und Lena immer wütender. Wütend auf Cat, wütend auf ihr Leben, wütend auf sich selbst.

Verzweifelt nahm sie das Päckchen Morphin, drückte noch zwei weitere Tabletten aus der Packung und schluckte sie hinunter. „Wahrscheinlich soll man nicht so viele davon nehmen, aber vielleicht helfen sie ja dann endlich“, sagte sie sich, als sie die Tabletten hinunterschluckte und irgendetwas in ihr sagte ihr, dass sie die Tabletten vielleicht gar nicht gegen ihre Schmerzen nahm, sondern gegen ihr verzweifeltes Leben.

Müde fuhr sie auf den Wanderparkplatz am Waldrand, aber kaum, dass sie den Motor ausgeschaltet hatte, setzte sich ein kleiner Vogel auf die Motorhaube. Er schaute ihr direkt in die Augen und sah so klein und so frech aus, dass es Lena das Herz wärmte. Es war wohl ein kleiner Spatz, riet sie, welcher sie so vorwitzig und herzallerliebst ansah. Lena schaute zurück und beobachtete ihn noch eine ganze Weile, wie er auf der Motorhaube herumhüpfte.

„Oder doch?“, dachte Lena da, denn langsam ließen die Schmerzen nach und sie spürte, wie auch ihre Stimmung deutlich besser wurde. „Vielleicht gibt es ja neue Freunde, welche, die sogar viel besser sind als Cat. Welche, die mich verstehen würden! Cat versteht mich nicht, sie ist einfach so anders und ich glaube, sie will mich auch nicht verstehen!“

Dann nahm sie kurz entschlossen ihr Handy und wählte Cats Nummer. Doch im nächsten Moment drückte sie ganz schnell wieder auf Auflegen. „Nein, das kann ich nicht machen“, sagte sie und legte das Handy beiseite.

Plötzlich flog der kleine Vogel weg und Lena stieg aus. Ziellos ging sie einfach einen der zahlreichen Waldwege hinein. Verlaufen würde sie sich ja nicht, denn sie hatte in ihrem Handy ein Navi integriert. So lief sie eine ganze Weile und kam schließlich in eine weniger bewaldete Hügellandschaft mit saftigem, grünem Gras und alles war voller blauer Blumen. Ihr fiel auf, dass sie solche Blumen noch nie zuvor gesehen hatte. Sie hatten absonderliche Formen und ihr Duft war teilweise betörend. Und da sah sie, dass die Blumen in dichten kraftvollen Lichtstaub eingehüllt waren. Direkt über den Blumen, insbesondere über den tiefblauen Blumen, die in Grüppchen auf der Wiese verteilt standen, war der Lichtstaub am dichtesten.

Lena ging zu einer der Blumengruppen hinüber und schaute sie sich nun genauer an. Sie hatten überaus schöne Blüten, die direkt in die Sonne schauten. Innen waren die Blüten weiß und leicht golden, und nach außen hin verfärbten sie sich in ein tiefes Indigoblau. Lena spürte, wie sie sich zu diesen Blüten hingezogen fühlte. Und es wurde ihr bewusst, wie entspannt und frei sie plötzlich war. Sie ließ sich bei den sonderbaren Blumen nieder und legte sich dann ins Gras. Und als sie so in den tiefblauen Himmel schaute, fiel ihr auf, dass sie, seit sie ein Kind war, auf keiner Wiese mehr gelegen hatte. Dass sie keine Wolken mehr ziehen gesehen und die Gesichter, Tiere und Figuren in den Wolken beobachtet hatte. Kurz darauf, fiel Lena in einen tiefen Schlaf und wieder begann sie zu träumen …

 

Sie befand sich noch auf dem Rückweg von der Wolkentreppe, aber dort war bereits das kleine Waldhaus zu sehen. Idis stand auf der Waldlichtung und wartete.

„Lena!“, freute sich Idis, „Da bist du ja wieder!“

Lena lächelte. „Ja…“

„Ich weiß bereits alles über deine Reise in die weiße Welt, Papili hat es mir schon erzählt. Du hast ein wunderschönes Schutzzeichen erhalten! Ein sehr mächtiges Zeichen!“, sagte Idis anerkennend.

Lena fühlte sich plötzlich überaus wertvoll, als Idis dies sagte. „Ich habe wirklich Glück, dass ich ein so mächtiges Zeichen bekommen habe, danke, wem auch immer, aber danke“, dachte Lena und fühlte sich sehr glücklich.

„Du darfst dir selbst danken, denn du selbst hast es ja erschaffen“, erklärte Idis nun und fügte hinzu, „Es zeigt, welch große Fähigkeiten du hast.“

„Du warst im bunten Haus“, wechselte Idis dann abrupt das Thema und fragte, „Wie kommt ihr voran?“

„Gut, bis jetzt…“, antwortete Lena. „Woher kennst du eigentlich Elina?“

„Nun“, sagte Idis, „sie war eine Schülerin von mir. Als du zu mir kamst, waren es genau sieben Monde, seit sie ins bunte Haus gezogen war. Nun hat sie mir versprochen, dir alles beizubringen, was du für deine Reise brauchst.“

„Ja, das tut sie, glaube ich“, sagte Lena und spürte, wie überaus dankbar sie jetzt schon für Elinas Anleitung und Hilfe war. Und auch für Idis.„Danke für alles, was du, oder ihr, für mich tut.“

Idis lächelte wissend und ging ins Haus.

 

Da wachte Lena auf. Völlig verwundert darüber, wo sie war, schaute sie sich um. Langsam kam ihre Erinnerung zurück und es wurde ihr bewusst, dass sie auf der Blumenwiese eingeschlafen sein musste. Es war bereits dunkel geworden und ihre Glieder schmerzten, da sie ja seit Stunden auf der Wiese lag, die sich nach einiger Zeit als unbequemer Untergrund erwiesen hatte. Die Schmerzen in Lenas Beinen jedoch waren immer noch verschwunden.

„Cat!“, fiel es Lena plötzlich ein. „Ich habe sie versetzt!“, dachte sie und schaute hastig auf die Uhr „Es ist ja schon 23:00 Uhr und … die Party hat um 21:00 Uhr begonnen! Cat ist bestimmt sauer. Ich muss sie anrufen …!“ Lena tippte auf Cats Nummer, bemerkte aber vorher noch, dass diese bereits sieben Mal angerufen hatte.

„Wieso bin ich davon nicht geweckt worden? Es war ja noch nicht einmal auf stumm geschaltet“, fragte sie sich.

„Hallo Cat? Hier ist Lena …“

„Lena! Wo bleibst du denn?“ Cat schien etwas ärgerlich, wirkte aber auch angetrunken und albern. „Bist du von den Waldgeistern gefressen worden, oder was?“ Cat lachte. „Du musst unbedingt noch kommen! Es ist wirklich wahnsinnig aufregend hier! Es sind so viele berühmte Leute da und ich wurde bereits mit Crazy, dem berühmten Schauspieler fotografiert, du weißt schon, ich muss dir das Foto gleich schicken…“ krähte Cat in ihr Handy und dann war sie plötzlich etwas entfernter hörbar. Und gleich darauf hörte Lena den Ton ihres WhatsApp und erhielt ein Foto von Cat zusammen mit Crazy. Beide schienen etwas betrunken zu sein.

Wieder spürte Lena ein gewisses Unbehagen in sich aufkommen. „Cat, ich komme nicht mehr. Bis ich in der Stadt bin, ist es ja auch schon Mitternacht und ich möchte morgen fit sein. Bitte sei nicht böse.“

Cat seufzte. „Lena, immer sagst du ab, und das nennst du Freundschaft? Da muss ich mir wohl eine andere Freundin suchen!“ Sie sagte noch irgendetwas Unverständliches und legte dann auf.

Lena stand auf und lief in Richtung ihres Autos los. Als sie so lief, spürte sie, dass sie immer trauriger wurde, aber auch enttäuscht. Sie fühlte sich aber auch wieder schuldig, denn es stimmte ja, sie war offenbar keine gute Freundin. „Aber ist Cat denn eine gute Freundin?“, hörte sie eine Stimme in ihrem Inneren. Und diese Stimme kam von einem Ort, der ihr ungewohnt vorkam. Die Stimme kam aus ihrer Herzgegend.

 „Nein, Cat ist auch keine gute Freundin. Zumindest nicht für mich. Aber was war schon eine gute Freundin? Ich kann doch froh sein, überhaupt eine Freundin zu haben…“

Und da traf sie einen Entschluss. „Cat ist eine gute Freundin, denn sie ist meine einzige.“

Lena seufzte. Aber da hörte sie plötzlich wieder diese Stimme und wieder kam diese aus ihrer Herzgegend.

„Es gibt bessere Freunde“, hörte sie die Stimme sagen.

„Hm… Aber wo?“, dachte Lena, „ich finde ja keine.“

„Hier“, sagte die kleine Stimme ganz leise, „Hier ist eine.“ Lena blieb stehen.

„Es stimmt“, dachte sie. Und sie war erstaunt darüber, dass sie plötzlich einfach wusste, dass es stimmte.

Als sie wenig später wieder bei ihrem Auto ankam, stieg sie direkt ein und fuhr nach Hause.

Zuhause machte sie sich ohne große Umschweife fertig fürs Bett und als sie dann so dalag, in der gemütlichen Dunkelheit ihres Schlafzimmers, dachte sie noch einmal an die kleine Stimme, die sie in ihrem Herzen gehört hatte. „Auch wenn es mir so seltsam vorkommt… ich denke, eine Freundin sollte ein Mensch sein… Die Stimme in meinem Herzen fühlt sich tatsächlich wie eine gute Freundin an, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe… Vielleicht eine viel bessere Freundin, als ich jemals gehabt habe?“ Jedoch war das Gefühl nach kurzer Zeit wieder verschwunden und Lena fühlte überhaupt nichts mehr. Nur noch Leere und ein großes Nichts. Schließlich schlief sie ein.

Diese Nacht war eine erholsame traumlose Nacht und am nächsten Morgen fühlte sie sich so erfrischt wie schon lange nicht mehr. Schmerzen spürte sie auch keine und nahm deshalb erst einmal nichts dagegen.

Auf ihrem Weg zu Elina hatte sie das Radio eingeschaltet und sang beschwingt die Lieder mit. Sie fühlte sich so fröhlich und glücklich wie schon lange nicht mehr und freute sich auf den heutigen Tag.

Zu Kapitel 14 >>

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Herzlichst, Anna Breitenöder
Expertin für einzigartige Businessentfaltung & Brand Alchemistin

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