Wie oft höre ich, “Anna, wenn ich erst meine Berufung gefunden habe, dann werde ich endlich glücklich sein! Dann wird alles gaaaanz leicht sein, alles wird vom Himmel fallen…” (oder so ähnlich).

Ja, ich verstehe diesen Gedanken, denn auch ich hatte ihn früher.

Aber dann erkannte ich: Die Lösung dazu hat etwas damit zu tun, dass wir oft Gedanken-Fangen spielen…

“Gedanken-Fangen?”, fragst du dich nun vielleicht… Ja! Und falls du wissen willst, was ich damit meine und wie du ins Tun kommst um deine Berufung endlich wahr werden zu lassen, dann lies weiter.

Voll im Griff

Als ich begann, einfach mal aufzugeben und mehr in meinem Herzen zu sein, entdeckte ich eines Tages: Meine tägliche Beschäftigung bestand aus… Vorbereiten!

Ich entdeckte, dass ich mir ständig einredete, “Erst wenn ich gut genug bin, um ein Training, eine Beratung, ein Coaching zu geben, meine Website online zu stellen, einen Artikel zu veröffentlichen, etc., dann… (na du weißt schon…) werde ich glücklich sein!”

Erst wenn du gut genug bist, na, du weißt schon..., dann wirst du endlich glücklich sein! Oder? Klick um zu Tweeten

Meine Liste war endlos:

  1. Buch a-z lesen (nur um währenddessen noch weitere auf die Liste zu schreiben und dabei wieder bei a anzufangen)
  2. Selber Coachings in Anspruch nehmen, um genug vorbereitet zu sein
  3. Ausbildung x,y,z machen, um noch dies und das zu lernen…
  4. Noch ein bisschen älter werden (”damit ich auch ernstgenommen werde…”)
  5. Erst noch den Job, und dann einen Weiteren annehmen, um “genug Berufserfahrung” gesammelt zu haben…
  6. Abwarten…
  7. Weiter abwarten, es könnte ja noch etwas Wichtiges vorzubereiten sein…
  8. Lieber nochmal ne Ausbildung machen…
  9. Mich nochmal beraten lassen, man weiß ja nie…
  10. Und so weiter!

Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Hast du auch eine solche Liste?

Nun, ich spielte das wirklich lange so. Dann schaute ich, wie gesagt, genauer hin und entdeckte eines schönen Tages:

Mein innerer Schweinehund wollte einfach nur seine private Siesta nicht beenden! Er hatte mich voll im Griff!

Gedanken-Fangen

Du musst wissen, dass meine Hauptwerte Freiheit und Unabhängigkeit sind und plötzlich… diese Erkenntnis! Mein innerer Schweinehund hatte mich also wirklich voll im Griff!

Natürlich setzte bei mir sofort der absolute Alarmzustand ein. Dass jemand hier über mich bestimmen sollte, überstieg meine mentale, emotionale und seelische Belastungsgrenze. Überdimensional. Nein, nicht mit mir! Wenn, dann wollte ich selbst über mich bestimmen. Aber wie?

Darum wollte ich es noch genauer wissen. Und da erkannte ich, dass meine Gedanken Fangen spielten: WENN versuchte DANN zu fangen und DANN versteckte sich ängstlich vor WENN.

Das heißt, mein innerer Schweinehund benutzte WENN und DANN, damit ich keine neuen aufregenden Dinge anstellen würde und er in Ruhe schlafen konnte.

Und wie bemerkte ich das Ganze? Nun… Ich stellte fest, dass sich mein Denken durch den folgenden Satz bestimmte:

“WENN ich mich genug vorbereitet habe, SPÄTER einmal meine Berufung zu leben, DANN werde ich endlich glücklich sein und meine Berufung leben können.”

Übrigens… kennst du das vielleicht auch noch in anderen Variationen? So, wie: “WENN ich…

  • endlich schlank bin,
  • einen Freund / eine Freundin habe,
  • genug Geld verdiene,
  • genug Freiheit habe,
  • diesen doofen Chef nicht mehr habe,
  • ich endlich Mutter / Vater bin,
  • in Rente bin,
  • im Lotto gewonnen habe etc.,
  • (und dann kommt lange, lange nichts)…

…DANN bin ich glücklich.”

Puff!

Aber wie löste ich die ganze Sache?

Die Verwandlung

Nun, ich wies WENN und DANN einen neuen Platz zu.

Ich bestellte beide zu mir und begann:

“WENN, hör doch mal zu, ich hab ne super coole neue Beschäftigung für dich.”

WENN schaute etwas skeptisch…

“Also, WENN, du hast doch immer so super schöne Ideen. Wie wäre es, wenn du deine Ideen zur Abwechslung mal konkret ausformulierst, Bilder darüber malst und mir deine Konzepte und Bilder dann nachher vorbeibringst?”

WENN schaute immer noch skeptisch, aber seine Augen begannen zu leuchten, es flüsterte, “Meinst du, ich kann das?”

“Na klaaaaaar”, sagte ich ganz selbstbewusst, obwohl ich innerlich nicht so recht wusste…

WENN meinte, “Ok, dann, hm.. Hast du mir was zu schreiben?”

Ich gab ihm Stifte und Papier und es trollte sich von dannen.

Dann wendete ich mich DANN zu, “DANN, komm doch mal raus aus deinem Versteck und zeig mir, was du da hast.”

DANN kam schüchtern hervor…

“DANN, wow, das ist ja wunderschön! Da wird ja eine Berufung gelebt und da ist jemand glücklich! Das ist super, einfach wunderbar!”

DANN begann, zutraulicher zu werden…

“WENN hat mich immer gejagt… ich musste Berufung und Glück die ganze Zeit verstecken, weil WENN so groß und monsterig war und mich bestimmt erdrücken wollte…”

Neue Namen, bling bling!

Ohje, dachte ich, jetzt verstehe ich, wie es DANN ergangen sein musste!

“Liebes DANN, bitte, bitte verstecke dich nicht mehr, Berufung und Glück sind viel zu wichtig, sie dürfen doch gezeigt werden. Ich habe WENN jetzt eine neue Aufgabe gegeben und gebe ihm jetzt einfach einen neuen Namen: PROZESS.”

“PROZESS?”, fragte DANN und ich entgegnete, “Ja, es heißt jetzt so, weil es von nun an dafür verantwortlich ist, Schritt für Schritt die Dinge, die wir brauchen um Berufung und Glück zu leben, ins Jetzt zu bringen.”

“Und du, mein liebes DANN, bekommst auch einen schönen viel passenderen neuen Namen, nämlich JETZT. Deine neue Aufgabe ist es, das JETZT zu bewahren.”

DANN, ähm nein, JETZT machte einen Freudensprung und versprühte ganz viel Berufung und Glück um mich herum, sozusagen als Dankeschön für seinen neuen Namen!

Und da kam PROZESS schon um die Ecke mit seinem ersten Bild und Konzept, naja, ein kleines Trainingskonzept und ein Bild von mir, wie ich vor ganz vielen glücklichen Menschen stehe und ihnen ein Achtsamkeitstraining gebe.

So war das mit WENN und DANN, ähm, nein, mit PROZESS und JETZT.

Und als ich dann einige Wochen später mein Achtsamkeitstraining gab und einer meiner Teilnehmer sagte, “Ja, WENN ich genug Zeit hätte, DANN würde ich ja meditieren”, zwinkerte ich PROZESS und JETZT kurz zu und erzählte diese Geschichte…

Was kannst du jetzt tun?

Wie ist es bei dir?

Wie lang ist deine Vorbereitungs-Liste?

Kennst du dein WENN? Und dein DANN?

Wie fühlt es sich an, wenn WENN sich kreativ in PROZESS verwandelt? Und DANN in JETZT?

Was wirst du JETZT tun?

Tu’s! Jetzt!

Und dann schreibe mir, was du getan hast! Da bin ich schon ganz gespannt darauf!

Sei faszinierend authentisch Du!

Deine Anna Breitenöder

Du möchtest mehr über die Möglichkeiten des Soul Branding erfahren und wie du dir damit dein erfolgreiches Soul Biz erschaffst?