Mein ungeliebter Job…

Wieder einmal war es Sonntagabend und ich spürte schon dieses unerträgliche Gefühl, wenn sich bei einem der Magen zuschnürt. Ich spürte: ab morgen muss ich wieder raus, denn da war… mein ungeliebter Job. Ja, und natürlich redete ich mir ein, “das ist doch normal so, stell dich nicht so an, du kannst froh sein, dass du einen Job hast. Naja, und das Seminar nächste Woche könntest du dir ja ohne Job auch nicht leisten…”

Und wenn du jetzt denkst, ich hätte damals noch nicht aktiv nach meiner Berufung gesucht, dann muss ich dich leider enttäuschen. Ich tat sozusagen nichts anderes, als mir Gedanken darüber zu machen, was ich denn um Himmels Willen bloß tun könnte. Und Bücher zu lesen, und Seminare zu besuchen… Aber… ich kam einfach nicht drauf. Meine Berufung war und blieb ein Buch mit sieben Siegeln.

Bis etwas Entscheidendes passierte, was mich auf meinem Weg hin zu meiner Berufung ein großes Stück voranbrachte…

Falls du wissen willst, was das war und was es mit deiner eigenen Großartigkeit zu tun, dann lies weiter.

Die verrückte Idee

Natürlich kam ich bei meiner Suche meiner Berufung auch ein Stück näher, allerdings fühlte es sich für mich damals nicht immer so an. Oftmals zwang ich mich auch einfach, daran zu glauben, dass DAS, also das, was mich momentan am meisten interessierte, jetzt doch endlich meine Berufung sein musste.

Zum Beispiel dachte ich einmal, dass meine Berufung sei, Yoga zu unterrichten. Also meldete ich mich sofort zu einer Yogalehrerausbildung an (!) und gab wirklich alles, um eine supergute Yogalehrerin zu werden. Und dann, plötzlich, war ich gar nicht mehr ich selbst und hatte überhaupt keine Energie mehr. Yogalehrerin zu werden, erschien mir plötzlich als die verrückteste Idee, die ich jemals hatte.

Und so tat ich das mit gaaanz schön vielen Dingen (und lernte übrigens ne ganze Menge dabei)!

Bis mir etwas Entscheidendes auffiel…

Meine Mausefalle

Vom heutigen Standpunkt denke ich, dass ich bei der Suche nach meiner Berufung viel zu sehr das EINE finden WOLLTE und vergaß, den Blick weit und weich werden zu lassen und mit dem Herzen zu schauen. Denn, immer, wenn ich mich auf das Suchen meiner Berufung konzentrierte, na – dann war ich nicht mehr bei mir und mit meinem Herzen verbunden, sondern in meinem Kopf! Wenn ich zufälligerweise einmal in meinem Herzen war, dann hörte ich auch immer wieder Teile meines Rufs. Ja, und kaum gehört, gesehen, gefühlt, stürzte ich mich darauf, wie eine Maus auf den Käse in der Mausefalle. Und “Schnapp!”, schlug die Falle zu (so wie beim Yoga).

Was war passiert? Ich war aus meinem Herzen gehüpft und hatte mich sofort mit meiner vermeintlichen Berufung “verheiratet”. Lebenslänglich. Aber dann fühlte ich mich plötzlich ziemlich allein und getrennt von mir selbst. Ich verausgabte mich dann meistens 100%-ig für das, wovon ich glaubte, es sei meine Berufung und nach und nach versiegte die Energie, die sonst aus meinem Herzen kam und mich “am Leben” erhielt.

Qualvoll schaffte ich es dann doch immer irgendwie, wieder aus meiner Mausefalle rauszukriechen, leckte meine Wunden und kam dann nach einiger Zeit der Ruhe wieder in meinem Herzen an.

Nun, dreimal darfst du raten, wie oft ich dieses Spiel noch spielen durfte…

Einfach aufgeben

Es gab einen Moment in meinem Leben, da war ich so erschöpft durch das Spiel “Berufung entdecken, Schnapp, Falle zu, qualvoll rauskriechen, Wunden lecken”, so dass ich einfach nicht mehr konnte und aufgeben musste. Und dieses Aufgeben hatte zur Folge, dass ich mal ne ganze lange Weile Zeit hatte, in meinem Herzen zu bleiben und zu erfahren, wie sich das eigentlich so anfühlt. Und ne Menge Rufe hörte. Das war besonders. Und schön… 🙂

Und dann entdeckte ich zum ersten Mal, dass es da noch etwas anderes in mir gab, etwas Großes, etwas, das einfach immer bei mir war, egal, was passierte. Dadurch verlor ich einen großen Teil meiner Angst vor mir selbst. Ja, du liest richtig. Ich hatte immer Angst, dass andere erkennen könnten, wie unfähig ich bin, wie untalentiert und dass ich allen nur etwas vorspiele…

Verkehrte Welt, oder?

Die Wahrheit ist, ich bin nicht unfähig und auch nicht untalentiert (und du auch nicht). Aber ich habe allen etwas vorgespielt – sogar mir selbst (und vielleicht ist das bei dir ja ähnlich?). Unbewusst. Aus Angst, sie könnten erkennen, was ich alles nicht Großartiges bin.

Kennst du das von dir? Oder in einer ähnlichen Form?

Diese Strategie hatte aber einen kleinen Schönheitsfehler. Ich hatte Angst, dass “die Anderen” sehen könnten, wie Unperfekt und nicht liebenswert ich bin und habe alles was ich wirklich bin, vor ihnen versteckt. Dadurch habe ich genau das Gegenteil erreicht.

Dadurch, dass ich das Großartige versteckt hatte, konnte es natürlich auch niemand sehen!

Und genau dadurch konnte natürlich auch niemand erkennen, wie großartig ich war und bin. Verkehrte Welt, oder?

Wie ist es mit dir? Was versteckst du vor dir selbst und der Welt, “den Anderen”? Wovor in dir hast du Angst? Was ist dein schreckliches (großartiges) Geheimnis? Meins war es, dass ich meinte, nicht großartig und besonders zu sein, obwohl ich es innerlich doch genau fühlte!

Machen wir ein Experiment!

Ich lade dich ein, für nur eine Minute zuzulassen, in dir selbst zu fühlen, zu sehen und zu hören, wie wunderbar, liebenswert, talentiert und großartig du bist! Nur für eine Minute.

Starte jetzt!

Geh vollständig in dein Gefühl, welches dir zeigt, wie einzigartig und großartig du bist. Sieh vor deinem inneren Auge, welch wunderbaren Dinge du in deinem Leben bereits vollbracht hast. Erlaube dir, dir vorzustellen, was du noch alles erfinden, erschaffen und bewirken wirst. Sieh, wie dir andere dafür zutiefst dankbar sind. Erlebe, dass andere ohne dich niemals das erreicht hätten, was sie mit dir erreicht haben.

Erkenne, wie sehr du gebraucht und geschätzt wirst…

Ganz wichtig: Dein Frühjahrsputz!

Als ich mir damals endlich erlaubte, das, was ich jahrelang versteckt hatte, plötzlich als bewundernswert, wertvoll und großartig anzunehmen und anzuerkennen, machte für mich sehr viel in meinem Leben Sinn und ich erkannte mehr und mehr, wozu ich geboren worden war, was mein Herzensruf ist. Aber es gab auch da einige Hindernisse.

Ich hatte ja verlernt , meine Größe zu sehen und zu zeigen, und so holte ich nach und nach die verkümmerten und vertrockneten Gebilde aus meinem Herzen, die später einmal von mir als mein Herzensruf erkannt werden sollten. Es war so, wie nach einem langen Winterschlaf. Und alles war verstaubt und irgendwo in eine Ecke geschoben. Nun galt es, Frühjahrsputz zu machen! Und das tat ich Schritt für Schritt.

Ja, und was ist der Frühjahrsputz? Es ist eine Methode der regelmäßigen Ruhe und Stille, die du zum Beispiel durch Meditation herbeirufen kannst. Und da gibt es viele verschiedene Varianten. Und die Art deiner inneren Einkehr darf durchaus zu dir passen. Weiterhin besteht der Frühjahrsputz aus Reflexion. Gespräche mit dir selbst, deinem Körper und deinem Herzen.

Und wie könnte dein Frühjahrsputz aussehen?

Bling, bling!

Natürlich bin ich immer noch jemand, die gerne aus ihrem Herzen zum nächsten interessanten blinkend-glitzernden Ding hüpft. Aber ich nehme mich dabei mit 🙂 Und dann erkenne ich aus der Nähe, dass es nicht das Ding ist, das glitzert, sondern, dass meine Art der Wahrnehmung es zum Glitzern bringt.

Bling, bling!

Das Leben ist doch einfach schön, oder?

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Was kannst du jetzt tun?

  1. Mach dir bewusst, dass dein ungeliebter Job nur eine vorübergehende Erfahrung ist.
  2. Erkenne deine Mausefalle.
  3. Gib dein Mausefallen-Muster auf!
  4. Erkenne deine Großartigkeit!
  5. Überlege dir, wie dein Frühjahrsputz aussehen könnte und fang an zu putzen!

Ich freue mich wie immer auf deine Gedanken, Impulse und Inspirationen.

Bedenke, dass alles, was du authentisch zum Thema beiträgst, auch anderen hilft, sich weiterzuentwickeln.

Sei faszinierend authentisch Du!

Deine Anna Breitenöder

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