In letzter Zeit habe ich sehr viel zum Thema Marke und Markenaufbau geschrieben. Deshalb möchte ich heute einmal das Thema wechseln und dir ein Interview präsentieren, das die wundervolle Sarah Dewi Hadinoto mit mir geführt hat. Sie hat eine Bewegung gestartet, „Global Heartwarming„. mit dem klaren Ziel, dass wir global unsere Herzen erwärmen!
Ich erzähle darin zu den Themen Marketing und Berufung und wie ich zum Thema „Spiritualität“ stehe: Alles Themen, die mir sehr am Herzen liegen und an denen ich dich gerne teilhaben lassen möchte.

Hier sind die Fragen und einige Antworten, die ich im Video manchmal etwas anders beantwortet, sowie Dinge hinzugefügt oder weggelassen habe. Nun, und die Auflösung zu dem doch etwas fragwürdigen Titel gibt es am Ende des Textes.

Ich würde mich sehr freuen, deine Gedanken zum Interview zu erfahren. Schreibe also gerne in die Kommentare am Ende des Blogartikels.

Du bist als Beraterin und Coach tätig und hast dich auf die Themen Marke und Markenaufbau sowie strategische Marketingberatung spezialisiert, was ist dir besonders wichtig?

Ich bin selbst visionäre Einzelunternehmerin, hatte lange im Angestelltenverhältnis gearbeitet und gemerkt, dass dies absolut nichts für mich ist. Vielen Menschen geht es ähnlich, sie machen sich dann vielleicht im Dienstleistungs- oder Beratungsbereich (Coaching, Training, Beratung) selbständig und positionieren sich aber nicht richtig. Diese grundlegend wichtige Arbeit, die eigene „Corporate Identity“, wie man so schön sagt, zu entwickeln, fehlt oftmals. Mir liegt es am Herzen, visionäre Einzelunternehmer (Solopreneure) zu ihrer Marke und Markenaufbau zu unterstützen, in sich hineinzuschauen und dann aus dieser Selbsterkenntnis heraus einen glasklaren Geschäftsauftritt zu entwickeln, der zu ihnen passt und mit dem sie ein Marketing machen können, bei dem sie sich nicht verbiegen müssen.

Warum machst du diese Arbeit?

Ich liebe die Arbeit mit Menschen, ich liebe Marketing und ich liebe Personal Branding. Ich liebe es dabei vor allem, das was ich selbst gelernt und erfahren habe, an andere weiterzugeben. Aber am allermeisten liebe ich es, ihnen bei ihrer Transformation zuzusehen.

Welche Werte vermittelst du über deine Arbeit?

Authentizität, Hingabe an die Umsetzung der eigenen Vision, Selbsthinwendung und Selbstrespekt.

Was möchtest du mit deiner Arbeit erreichen?

Ich möchte, dass alle Solopreneure, die mit mir arbeiten, einen Geschäftsauftritt, also eine Website und weiteres Marketingmaterial haben, mit dem sie sich selbst vollkommen wohl und gesehen fühlen. Ich möchte, dass sie sich in der Zusammenarbeit mit mir mehr selbst erkennen und dies in ihr Business bringen, damit sie langfristig auch in ihrer Selbständigkeit glücklich sind. Ich sehe das Einzelunternehmertum als Reife- und Entwicklungsprozess in der eigenen Selbstwerdung an.

Was macht für dich das Leben lebenswert?

  • Zu leben. Das Leben mit allem, was es ist, zu erfahren und zu durchleben.
  • Immer mehr ich selbst zu werden und das zu leben, was ich bin.
  • Mich ständig weiterzuentwickeln und Neues dazuzulernen.
  • Als Mensch zu wachsen und zu reifen und diesem Prozess beizuwohnen.
  • Selbstbestimmt und unabhängig zu leben.
  • Mir selbst treu zu bleiben.
  • Ehrlich zu meinen Mitmenschen sein zu können.
  • Liebe zu teilen.
  • Die Nähe zu meinen Mitmenschen.

Wie wichtig ist es für dich, einen Sinn darin zu erkennen (wenn ja, welchen)?

Ja, ich habe lange nach dem Sinn des Lebens gesucht. Eine frühere Mentorin von mir sagte einmal, „Der Sinn des Lebens, ist, sich in Liebe zu leben.“ Dem könnte ich zustimmen.

Ich denke aber, letztendlich gibt es keinen tieferen Sinn. Sinn ist eine Erfindung des menschlichen Geistes und so muss sich der, der diese Frage stellt, auch selbst die Antwort darauf geben. Antworten gibt es somit viele.

Beruf und Berufung – diese Worte liegen nah bei einander. Wieviel hat das eine mit dem anderen in deinem Fall für dich zu tun?

Puh! Ich habe ja bereits viele Menschen zu diesem Thema gecoacht. Das ist ein Thema, das immer wieder hochkocht. Und ich habe ein Buch darüber geschrieben…

Ich denke, wir alle sollten versuchen, so gut wie möglich herauszufinden, was unsere Talente sind und versuchen, sie auszubauen, sie weiterzuentwickeln. Dies gibt denen, die das tun, eine innere Befriedigung und diese strahlen sie wiederum nach außen. Ich denke, es ist wichtig, mit den eigenen Werten und Bedürfnissen in Harmonie zu kommen, innere Widerstände aufzulösen und zu erkennen, was wir wollen. Es ist schön, wenn wir es schaffen, unsere Berufung im Beruf zu leben. Allerdings kann es auch erfüllend sein, einen Job zu machen, der einem die Hobbies, zu denen man sich berufen fühlt, finanziert.

Meine eigene Berufung ist, selbständig zu arbeiten, und dabei meinen Kunden, die auch ihrem inneren Ruf folgen, zu helfen, ihren Business-Traum erfolgreich leben zu können und persönliche Erfüllung zu finden. Ich möchte, dass sie aus der entstandenen Zufriedenheit heraus in der Lage sind, einen liebevollen Einfluss auf die Welt auszuüben.

Welche Verhaltensweisen hältst du für dich unerlässlich für eine funktionierende Gemeinschaft, sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene? Werde konkret, bitte.

Selbsterkenntnis. Selbstliebe. Fortwährende Arbeit an sich selbst. Und die Fähigkeit, diese Erkenntnisse auf das Zusammenleben mit anderen zu übertragen. Hier vor allem Offenheit, Unvoreingenommenheit, Anfängergeist.

Schwieriges Thema übrigens. Ich als Hochsensible durfte auch lernen, mir ohne schlechtes Gewissen meinen Raum für mich einzufordern – vor allem von mir selbst. Vielleicht könnte man hier noch Rücksichtnahme hinzufügen. Ich liebe den Spruch „Leben und leben lassen.“

Welchen Platz haben Esoterik, Spiritualität und Religion in deinem Leben und warum? Wie lebst du das?

Noch so ein schwieriges Thema. Ich glaube, dass viele Menschen nie so richtig den Elternschoß verlassen haben. Wir Menschen sind von Grund auf abhängige Wesen und das Ziel des Lebens ist in diesem Sinne möglicherweise, diesen Schoß endgültig zu verlassen und sich in die eigenen Arme fallen zu lassen. Die, die es nicht schaffen, können dann empfänglich für esoterische Bewegungen sein, in die sie sich dann „fallen lassen“.

Ich denke, dass die Identifikation mit einer Glaubensrichtung oder einer spirituellen Bewegung doch immer mit der eigenen Sehnsucht nach Angenommensein und Zugehörigkeit zu tun hat bzw. der Kompensation eines fehlenden Urvertrauens. Von daher betrachte ich Esoterik, Religion sowie Spiritualität unter dem Aspekt der Bedürfnisbefriedigung und da unterscheiden sie sich ja nicht sonderlich.

Wie lebe ich nun mich selbst hinsichtlich dieses Themas?

Ich beobachte meine eigenen Bedürfnisse, falle oft genug in alte Muster hinein, ziehe mich dann irgendwie wieder heraus. Ich glaube, ich weiß, dass ich alleine bin. Dass wir alle alleine sind. Da könnte ich jetzt richtig philosophisch werden, denn „allein“ ist von seiner herkömmlichen Bedeutung nicht das, was ich meine. Wir können diesen Zustand durch zwei Brillen betrachten. Entweder durch die Ego-bezogene, die sieht, dass wir allein, also völlig verlassen sind, in Kombination mit der Sehnsucht nach dem Anderen, nach Nähe, Aufgefangensein etc. Und dann gibt es noch die andere Brille, und da sind wir tatsächlich all-ein(s). Ich versuche des Öfteren einfach meine Brille zu wechseln.

Deine Prognose: wie entwickeln wir uns Menschen in den nächsten Jahrzehnten? Und was wäre für dich Entwicklung?

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Entwicklung wäre für mich mehr Intelligenz. Mehr Herzensintelligenz. Weniger Kurzsichtigkeit. Mehr Achtsamkeit und aus der geschärften Achtsamkeit heraus handeln. Zum Beispiel zu fühlen, ob ich ein Stück Fleisch kaufen will, wenn dafür ein Tier einen qualvollen Tod sterben musste. Zu fühlen, dass das nicht herzensintelligent ist. Es sein lassen.

Vielleicht mehr Mitgefühl. Ja.

Erst im Rückblick auf unser bisheriges Leben können wir erkennen, an welchen Punkten wir Entwicklungsschritte gemacht haben. Welche waren für dich bisher die nachhaltigsten?

Ich glaube, Demut: Zu sehen, dass es mir wirklich gut geht.

Welche Erkenntnis aus deinem bisherigen Leben findest du so wichtig, dass du sie mitteilen möchtest?

Mensch zu sein ist eine äußerst reale Illusion.

Ich hoffe, dir hat das Interview gefallen und wenn du jetzt magst, lass mich wissen, welche Gedanken du mit mir teilen möchtest. Schreibe in die Komentarbox ganz unten.

Sei faszinierend authentisch Du!

Deine Anna Breitenöder

Du möchtest mehr über die Möglichkeiten des seelenvollen Brandings & Marketings erfahren und wie du dir damit dein erfolgreiches Seelen-Business aufbauen kannst?