Im Rahmen der Blogparade von Yasemin Akdemir und Dr. Jan Höpker „#sticktoit — wie bleibst du dran kleben?” möchte ich dir heute gern mein großes Geheimnis des Dranbleibens verraten!

Wenn dich das interessiert, dann lies weiter…

Es war Nachmittag…

irgendwann im Jahr 2000, und ich saß auf einem der heruntergekommenen Sessel in einer der vielen WGs, in denen ich damals in Stuttgart gelebt hatte. Ich hatte mein Abitur abgeschlossen und machte eine Ausbildung zur Damenschneiderin, denn mein großer Traum war eine berühmte Modedesignerin zu werden. Wieso jedoch eigentlich, das wusste ich nicht wirklich. Naja, „berühmt werden“ klang gut und „Modedesignerin“ irgendwie auch. Und so umgab ich mich mit diversen Modemagazinen, Schnittmustern und schillernden Stoffen und kreierte eine Menge Kleider.

Allerdings kam es so…

dass ich damals das erste Mal von Meditation, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung hörte. Denn in dieser WG gab es vier weitere Frauen und alle waren auf ihre Art, so wie ich es sagen würde, ein wenig verrückt. Übrigens jedoch nicht verrückter als ich. Es gab eine Buddhistin, eine Selbsterfahrungsfanatikerin, eine Anhängerin des Wicca-Kults und eine, naja, “normale” Frau, die gerade eine Ausbildung zur Friseurin machte.

Und ich mittendrin. Damals mit einer 3mm-Kurzhaarfrisur (denn ich wollte meine super-spießige Ausbilderin schocken und sehen, wie sie reagiert…) und einer Phase, in welcher ich nur Army-Klamotten trug. Wieso? Weil ich sie cool fand. Die Klamotten. Nicht die “Army”.

An diesem Nachmittag jedoch ereignete es sich…

dass ich plötzlich ein Bild von mir selbst hatte, vielleicht so etwas wie eine Vision. Die ganzen Jahre später hatte ich dieses Bild nicht ernst genommen, da es eine Idee, eine Vorstellung gewesen war und ich mir sagte, “Hey, was glaubst du überhaupt an so etwas…”, aber es kam mir immer und immer wieder in den Sinn. Wie ein intensiver Traum oder eine einprägsame Erfahrung.

In diesem Bild…

sah ich mich selbst in einem violetten Kleid über der Erde schweben und streute Sterne auf die Menschen hinunter (ich weiß, das hört sich jetzt so banal an, war es aber während dieser Erfahrung ganz und gar nicht). Das Gefühl dazu war stark und heute würde ich sagen, es war so etwas wie ein Herzensruf. Jedoch würde ich danach noch durch viele dunkle Täler gehen dürfen, bis ich erkennen würde, was es zu bedeuten hatte.

Und so beendete ich meine Schneiderlehre, schlug aber nicht den Weg des Modedesignstudiums ein, denn mein Ruf arbeitete unterschwellig weiter (er war stärker als ich). Anstatt dessen war ich nun völlig orientierungslos und wohnte erst einmal spontan, erst in einem, dann in einem weiteren spirituellen Zentrum, bis ich durch Zufall in einem Job als Assistentin der Geschäftsleitung landete. Da ich aus diesem Job bereits ein Jahr später herausgewachsen war, schrieb ich mich aus Interesse in ein BWL-Studium ein und kam dann auf die Idee, nach London zu gehen um noch einen Master in International Business zu machen. Nach dem Studium blieb ich erst einmal dort und arbeitete im Personalmanagement. Währenddessen machte ich eine Coachingausbildung, las alles über Psychologie, Buddhismus und Persönlichkeitsentwicklung, was ich in die Finger bekam, und startete dann nach einigen Jahren und als ich wieder in Deutschland war, meine Selbständigkeit als Berufungscoachin und Achtsamkeitstrainerin.

Doch war dies nicht genug!

Immer noch rief es mich. Und so entdeckte ich erst vor einem knappen halben Jahr, dass in mir noch weitere Talente schlummerten, die ich seit meiner Mode-Zeit schlichtweg ignoriert hatte. Ich entdeckte, dass ich es liebe zu schreiben und zu zeichnen, Webseiten zu gestalten und Online-Produkte zu erstellen. Und…

…plötzlich war es wieder da, dieses Bild!

Und ich fühlte, dass ich nun angekommen war und Sterne auf die Erde streuen durfte. Denn es bedeutete, die Menschen mit meinen künstlerischen Fähigkeiten zu inspirieren und zu sich selbst zu führen. Es treibt mir auch jetzt wieder die Tränen in die Augen, wenn ich dies schreibe.

Und das ist es, was ich unter einem Herzensruf verstehe!

Und… dies ist auch mein ganzes (oder erstes) Geheimnis des Dranbleibens!

Ich habe es tatsächlich geschafft…

meinen Ruf zu erhören und ihm zu folgen. Und ich hätte es nie für möglich gehalten. Mein tiefster Schmerz all die Jahre über, war der, nicht zu wissen, wozu ich im Leben bestimmt bin.

Natürlich kommt zu meinem Geheimnis noch hinzu, dass ich von Natur aus ein sehr ehrgeiziger, kreativer und zielorientierter Mensch bin. Dies kommt mir beim Dranbleiben logischerweise zu Gute.

Jedoch habe ich viele Dinge begonnen und nie abgeschlossen…

Irgendwann habe ich aber erkannt, dass für mich die Dinge bereits abgeschlossen waren! Auch wenn das nach außen hin nicht so schien. Sie waren für mich bereits abgeschlossen, da ich nur ein Ziel habe. Ich möchte die Dinge in ihrem Wesen durchschauen und erkennen.

Da mir dies oft schon nach recht kurzer Zeit der Beschäftigung mit einem bestimmten Thema gelang, waren die Themen für mich daher bereits abgeschlossen.

Also, wieso sollte ich mich mit etwas tiefgehender beschäftigen, wenn ich es in der Tiefe, die mir persönlich wichtig war, bereits erkannt hatte?

Mein zweites Geheimnis des Dranbleibens ist somit, mein Dranbleiben von Grund auf zu hinterfragen. Will ich denn überhaupt dranbleiben? Und wenn ja, wie lange?

Vielleicht denkst du jetzt…

“Aber, man muss doch dranbleiben, sonst bringt man es doch nie zu etwas!”

Nun, ich bin ja nicht “man”, ich “muss” gar nichts und die Frage ist, zu was ich es bringen will! Denn zuallererst möchte ich jetzt in diesem Moment leben und es nicht „zu irgendetwas bringen“.

Und damit noch klarer wird, wie ich das meine…

Hier ein Beispiel aus meinem eigenen Fitnesstraining:

Früher habe ich ziemlich ehrgeizig trainiert. Fünf Einheiten die Woche mussten es schon sein. Und ich hatte ziemlich ausgeklügelte Systeme, wie ich mich zum Dranbleiben motivieren konnte. Die willst du jetzt sicher erfahren, richtig?

Heute ist mir jedoch etwas ganz anderes wichtig. Ich frage mich, wozu brauche ich ein Motivationssystem, welches mich dazu zwingt, fünf Trainingseinheiten die Woche zu schaffen? Wozu soll das gut sein, wenn ich mich dazu zwingen muss? Nur damit ich eine “gute” Figur behalte? Was will ich denn letztendlich damit erreichen?

Ich erkannte, dass ich anerkannt sein wollte. Für mein gutes Aussehen, welches ich mir durch Sport und ständige Diäten hart erarbeitete.

Und all das funktionierte auch! Eine Weile. Einige Jahre. Aber, eben immer nur eine bestimmte Zeit lang. Und dann suchte auch ich wieder nach Geheimnissen des Dranbleibens, nach dem ultimativen Tipp, nach den Zauberrezepten.

Und deshalb bekommst du von mir keine dieser Tipps!

Weil es meiner Meinung nach zu nichts von Bestand führt.

Doch was bekommst du von mir?

Nun, ich möchte dich inspirieren, ganz genau auf dein Herz zu hören. Was ist es, das du der Welt zu geben hast? Welches ist deine Mission? Wozu bist du geboren?

Denn wenn du dies erkannt hast, dann brauchst du keine Tipps mehr zum Dranbleiben, denn dann wirst du so sehr dranbleiben, dass du keine Zeit mehr zum Schlafen, Essen und… „Übers-Dranbleiben-Grübeln“ hast. Dann wirst du von einer Energie erfüllt sein, die dich immer weiter zieht, die dich nicht ruhen lässt, bis du alles gegeben hast, was du zu geben hattest. Dies ist dann die tiefste und leidenschaftlichste Liebe, die du je erlebt hast.

Die Liebe zu dir selbst im großen Gefüge des Universums. Und gleichermaßen die Liebe zu allen Wesen darin.

Und wie gehe ich jetzt mit meinem Training um?

Ich höre auf meinen Körper! Meine Kettlebells und Hanteln liegen griffbereit neben meinem Schreibtisch. Meine Yogamatte mit dabei. Und wenn ich spüre, ja, jetzt brauche ich eine Trainingseinheit, dann tue ich es einfach. Ohne System, ohne Motivationstricks. Und danach fühle ich mich glücklich und zufrieden.

Sei faszinierend authentisch Du!

Deine Anna Breitenöder

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